Letztes Update am Do, 08.06.2017 17:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


EU-Türkei-Flüchtlingspakt: Mehr als 1200 Migranten abgeschoben



Athen/Ankara (APA/dpa) - Griechenland und die Europäische Grenzschutzagentur Frontex haben seit Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspakts im April 2016 insgesamt 1203 Flüchtlinge und Migranten von den Inseln der Ostägäis in die Türkei abgeschoben. Das gab die griechische Polizei am Donnerstag in Athen bekannt.

Zuvor war in Kooperation mit Frontex eine Gruppe von elf Syrern von den Inseln Lesbos und Kos in die türkische Hafenstadt Adana ausgeflogen worden, hieß es in der Polizeimitteilung weiter. Auf den Ostägäis-Inseln harren zurzeit knapp 14.000 Migranten und Flüchtlinge aus.

Das EU-Türkei-Abkommen sieht vor, dass die EU alle Migranten, die illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln kommen und kein Asyl erhalten, zurückschicken kann. Die Überprüfung der Asylanträge dauert wegen Personalmangels meist lange.

Griechenland hat zudem in den vergangenen 14 Monaten im Rahmen eines bilateralen Abkommens aus dem Jahr 2001 mit der Türkei 1196 Migranten ins Nachbarland abgeschoben. Weitere 1198 Migranten wurden bei einem freiwilligen Rückführungsprogramm in Kooperation mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) direkt aus Griechenland in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt, teilte die Polizei in Athen weiter mit.

TT-ePaper gratis testen

Jetzt kostenlos TT-ePaper lesen, das Test-Abo endet nach 4 Wochen automatisch

Schritt 1 / 3

In nur 30 Sekunden gelangen Sie zum kostenlosen Test-Abo.




Kommentieren