Letztes Update am Do, 08.06.2017 18:16

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutscher Verfassungsschutz besorgt über chinesische Übernahmen



Berlin (APA/dpa) - Der deutsche Bundesverfassungsschutz zeigt sich besorgt über das Ausmaß chinesischer Übernahmen in Deutschland. Zum Teil seien gerade die Unternehmen von chinesischen Firmen gekauft worden, die in der Vergangenheit Ziel von Spionage geworden seien, sagte Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen am Donnerstag in Berlin.

„Wir haben festgestellt, dass die Zahl der Cyberspionage-Angriffe mit mutmaßlich chinesischem Hintergrund im vergangenen Jahr deutlich abgenommen hat“, erklärte Maaßen auf einer Veranstaltung der Initiative Wirtschaftsschutz. Zugleich habe sich die Zahl der Unternehmenskäufe versiebenfacht. Es gebe die Gefahr, dass diese Firmen in Deutschland „ausgeschlachtet“ werden sollen. Seine Behörde warne die Bundesregierung entsprechend - es sei aber eine politische Entscheidung, „inwieweit man hier dann regulierend tätig wird“.

Chinesische Investoren hatten im vergangenen Jahr unter anderem den Industrieroboter-Hersteller Kuka und den Spezialmaschinenbauer KraussMaffei übernommen. Die Einkaufstour hatte auch Sorgen in Politik und Wirtschaft über einen Ausverkauf von deutschem Know-how ausgelöst.




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