Letztes Update am Do, 08.06.2017 18:31

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


BAWAG und Elsner führen Vergleichsgespräche



Wien (APA) - Zwischen der BAWAG und ihrem Ex-Chef Helmut Elsner laufen Vergleichsgespräche, nachdem die Bank einen Insolvenzantrag gegen seine Gambit Privatstiftung eingebracht hat und diese pleite ist, schreibt „Der Standard“ (Freitagsausgabe). In die Stiftung hatte Elsner seine im Jahr 2000 erhaltene Pensionsabfindung in Höhe von 6,8 Mio. Euro eingebracht und damit eine Villa in Südfrankreich gekauft.

Es „laufen Vergleichsgespräche zwischen BAWAG und mir, ich habe der Bank meine Bedingungen genannt“, sagte Elsner der Zeitung. Laut dem Bericht will die frühere Gewerkschaftsbank 10 Mio. Euro von Elsner bzw. fast 6 Mio. Euro von der Stiftung.

Abseits dieser Aufregung, in der Elsner „Ruhe“ will, die auch die BAWAG wolle, wartet er auf eine Entscheidung über seinen Wiederaufnahmeantrag in der Causa BAWAG, in der er wegen Untreue verurteilt worden ist, schreibt „Der Standard“ weiter. Die Bank wollte sich laut Bericht nicht äußern. Am Zug ist das Oberlandesgericht Wien, nachdem Elsners Wiederaufnahmeantrag in erster Instanz abgewiesen worden war. Elsner ist der Überzeugung, dass der freigesprochene Investmentbanker Wolfgang Flöttl zur Rechenschaft gezogen gehöre.

Der frühere Bank-Chef Elsner war in einem der aufsehenerregendsten Prozesse Österreichs wegen riesiger Spekulationsverluste zur Höchststrafe von zehn Jahren Haft verurteilt worden. Er wurde nach viereinhalb Jahren 2011 für haftunfähig erklärt und entlassen. Nach den Verlusten hatte der Gewerkschaftsbund Ende März 2006 die vom Spekulationsskandal gebeutelte damalige Noch-Tochter BAWAG zum Verkauf stellen müssen.

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