Letztes Update am Do, 08.06.2017 18:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben gelassen auf erste zaghafte Hinweise auf eine Kursänderung der Europäischen Zentralbank (EZB) reagiert. Der Leitindex DAX verteidigte am Donnerstag seine moderaten Gewinne bis zum Handelsschluss und stieg um 0,32 Prozent auf 12.713,58 Punkte.

Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent. „EZB-Präsident Mario Draghi hat klar gemacht, dass ein schneller Ausstieg aus der geldpolitischen Expansion nicht zu erwarten ist“, schrieb Volkswirtin Ulrike Kastens von der Bank Sal. Oppenheim.

Die Indizes aus der zweiten Reihe schlossen leicht im Minus: So verlor der MDAX der mittelgroßen Unternehmen 0,35 Prozent auf 25.158,64 Punkte. Der Technologiewerte-Index TecDAX büßte 0,31 Prozent auf 2.296,12 Punkte ein. Angesichts der Parlamentswahl in Großbritannien hielten sich die Anleger zurück, sagten Börsianer.

Die Briten entscheiden darüber, wer künftig die Brexit-Verhandlungen mit der Europäischen Union führen wird. Zur Wahl stehen die konservativen Tories um Premierministerin Theresa May und die linksgerichtete Labour Party unter ihrem Vorsitzenden Jeremy Corbyn. Mit Ergebnissen ist erst in der Nacht auf Freitag zu rechnen.

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Fast ausschließlich positive Expertenkommentare gaben den Aktien von RWE und E.ON weiteren Auftrieb mit einem Plus von gut 2 beziehungsweise mehr als 4 Prozent. Bereits am Vortag waren sie angesichts der vom Bundesverfassungsgericht gekippten Brennelementesteuer um jeweils mehr als 5 Prozent nach oben geschnellt.

Für die Anteile von Thyssenkrupp ging es nach einer positiven Äußerung der schweizerischen Bank Credit Suisse um 3,64 Prozent aufwärts. Mit dem Wandel zum reinen Industriekonzern hätten die Essener die Chance auf eine revolutionäre Entwicklung, schrieb Analyst Michael Shillaker.

Der Ausstieg des langjährigen Großaktionärs Kinnevik bei Rocket Internet drückte die Aktien der Berliner Start-Up-Schmiede im SDAX mit rund 2 Prozent ins Minus. Die Beteiligungsgesellschaft hatte sich von 10,9 Millionen Rocket-Aktien zum Stückpreis von 20 Euro getrennt.

Die Aktien von Heidelberger Druck jedoch gewannen nach der Vorstellung einer neuen Wachstumsstrategie an der SDAX-Spitze gut 5 Prozent. Der Druckmaschinenbauer will weiter durch technologischen Vorsprung und den digitalen Wandel punkten.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA583 2017-06-08/18:44




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