Letztes Update am Do, 08.06.2017 21:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: DFB-Boss Grindel zur Katar-Krise: Fußball nicht überhöhen



Nürnberg (APA/dpa) - Nach den jüngsten Entwicklungen im WM-Gastgeberland Katar sieht der deutsche Verbandspräsident Reinhard Grindel den Fußball erst hinter der Politik gefordert. „Ich finde, dass man den Fußball an der Stelle nicht überhöhen oder überlasten darf“, sagte Grindel am Donnerstag.

„Der Fußball muss wissen, was der Fußball bewegen kann, und der Fußball muss wissen, was er nicht bewegen kann“, meinte der DFB-Boss. Fünf Jahre vor dem Turnier sei das „Primat der Politik“ gefragt.

Katars Nachbarländer Saudi-Arabien, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Montag wie auch Ägypten die Beziehungen abgebrochen und die Grenzen geschlossen. Die Länder werfen Katar vor, Terrororganisationen wie den IS zu unterstützen. Jedes Land, das eine WM ausrichte, müsse wissen, „dass der Lichtkegel der Welt auf dieses Land gerichtet ist“, sagte Grindel.

Mit Blick auf die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr in Russland erklärte Grindel, „dass es ein ganz wichtiges Signal wäre“, wenn Dopingkontrollen unabhängig durchgeführt werden würden. Die Suspendierung der Moskauer Anti-Doping-Behörde wegen der Vorwürfe des organisierten Dopings in Russland ist noch nicht aufgehoben.




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