Letztes Update am Do, 08.06.2017 20:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


IWF sieht Möglichkeit für Kompromisslösung zugunsten Griechenlands



Washington/Athen (APA/AFP) - Eine Woche vor der Entscheidung über einen weiteren Hilfskredit für Griechenland setzt der Internationale Währungsfonds (IWF) auf einen Kompromiss. IWF-Sprecher Gerry Rice sagte am Donnerstag in Washington, seine Organisation sei bereit, gemeinsam mit den europäischen Gläubigern nach einer Lösung für die anstehende Auszahlung von Geld aus dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) zu suchen.

Der IWF könnte am Unterstützungsfonds der Eurozone für Griechenland teilnehmen, ohne es zunächst direkt zu finanzieren. Rice sagte, es gebe „gute Fortschritte“, und die Meinungsverschiedenheiten würden geringer. Der IWF trete allerdings weiter für Schuldenerleichterungen durch die Euro-Geldgeber zugunsten des südeuropäischen Lands ein.

Griechenland benötigt im Juli dringend frisches Geld aus dem laufenden dritten Kreditprogramm in Höhe von 86 Mrd. Euro, um Schulden von 7 Mrd. Euro zurückzahlen zu können. Die Eurogruppe hatte die Entscheidung darüber auf den 15. Juni vertagt.

Knackpunkt ist die vor allem von Deutschland gewünschte Beteiligung des IWF. Dieser zögert jedoch, weil er die griechischen Schulden für nicht tragfähig hält. Die Bundesregierung stellt sich wiederum gegen einen Schuldenschnitt für Griechenland.

~ WEB http://www.imf.org ~ APA668 2017-06-08/22:32




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