Letztes Update am Fr, 09.06.2017 09:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Rom stellt Sicherheitsplan für Großveranstaltungen vor



Rom (APA) - Nach der Massenpanik beim Public Viewing in Turin mit über 1.500 Verletzten hat die italienische Regierung die Grundlinien eines Plans vorgestellt, mit dem mehr Sicherheit bei Großevents garantiert werden soll, wie italienische Medien berichteten.

Beim Zugang zu großen Plätzen sollen die selben Sicherheitsmaßnahmen wie in und rund um Fußballstadien gelten. Plätze sollen in Sektoren mit Gängen aufgeteilt werden, die Fluchtmöglichkeiten garantieren. Drehkreuze sollen aufgestellt und die Zahl der Zuschauer genau gezählt werden. Wer Großevents wie Konzerte oder andere Veranstaltungen plant, muss strenge Sicherheitskriterien erfüllen, sonst erhält er keine Genehmigung. Auch Rettungsautos müssen bereit stehen.

Soldaten, aber auch Mitglieder des Zivilschutzes sollen für mehr Sicherheit bei Massenveranstaltungen sorgen, sagte Innenminister Marco Minniti. Wichtig sei, die „Angstpsychose“ vor einem Terrorangriff zu bekämpfen, die Menschen bei großen Veranstaltungen ergreifen könne.

Nach der Massenpanik in Turin wird der Stadt vorgeworfen, dass auf dem Platz Glasflaschen verkauft oder mitgebracht wurden. Viele der Opfer erlitten Schnittverletzungen. Die Stadt erklärte, es werde untersucht, ob und warum Schwarzhändler Flaschen verkauften und wer dafür verantwortlich sei. Das Sicherheitskonzept von Bürgermeisterin Chiara Appendino sei mangelhaft, wurde kritisiert.




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