Letztes Update am Fr, 09.06.2017 11:46

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mazedonischer Ex-Premier in Geldwäscheermittlungen angehört



Skopje (APA) - Der frühere mazedonische Ministerpräsident Emil Dimitriev ist heute, Freitag, in der Sonderstaatsanwaltschaft in einer Geldwäscheaffäre angehört worden, in die elf Spitzenfunktionäre der nationalkonservativen VMRO-DPMNE verwickelt sein sollen. Der Hauptverdächtige ist der VMRO-DPMNE-Chef und Langzeitpremier Nikola Gruevski.

Sein Parteifreund Dimitriev, der als Premier zwischen Jänner 2016 und 1. Juni 2017 tätig war, ist einer der elf VMRO-DPMNE-Funktionäre, gegen die ermittelt wird.

Die Sonderstaatsanwaltschaft verdächtigt sie, zwischen 2009 und 2015 für illegale Parteienfinanzierungen in der Höhe von 4,9 Millionen Euro verantwortlich zu sein. Die Gelder hätten Gruevski und seinen Parteikollegen auch zur persönlichen Bereicherung gedient, glaubt die Sonderstaatsanwaltschaft.

Dimitriev wirkte als Übergangspremier in der Suche nach einer Lösung für die lange politische Krise, die sich Anfang 2015 zugespitzt hatte. Nach den vorgezogenen Parlamentswahlen im Dezember bekam Mazedonien am 1. Juni eine neue Regierung des Sozialdemokraten Zoran Zaev.




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