Letztes Update am Sa, 10.06.2017 06:43

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Von der Leyen vermisst bei Trump „Grundvertrauen“ in Europa



Berlin (APA/AFP) - Die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat Kritik an der Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump geäußert. Trump hinterlasse „bei vielen Partnern Ungewissheit, so auch bei uns“, sagte die CDU-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstagsausgabe). „Enge Verbündete sollten in den Kernfragen gemeinsamer Interessen ein Grundvertrauen spüren.“

Von der Leyen äußerte sich in dem Interview auch zu den jüngsten Bundeswehrskandalen. Trotz ihrer scharfen Kritik an den Bundeswehr-Strukturen verspüre sie genügend Rückhalt in der Truppe. Die Soldaten hätten „erlebt, wie oft ich für sie gekämpft habe“, sagte sie. „Nach Jahren des Schrumpfens darf die Bundeswehr wieder wachsen mit Personal und Material. Ich bin zuversichtlich, dass wir miteinander auch durch diese schwierige Zeit durchkommen.“

Von der Leyen hatte im Zusammenhang mit der Affäre um den rechtsextremen Bundeswehrsoldaten Franco A. von einem „Haltungsproblem“ in der Truppe gesprochen. Die große Mehrheit der Soldaten leiste einen hervorragenden Dienst und habe ihr volles Vertrauen, betonte von der Leyen nun. „Umso beschämender ist es, wenn einige wenige wie der rechtsextreme Soldat Franco A. unsere Werte mit Füßen treten.“

Zugleich verteidigte die Ministerin die Versetzung des Standortkommandanten der Bundeswehrkaserne im baden-württembergischen Pfullendorf. „Die Defizite in Teilen der Führung, Ausbildung, Erziehung und Dienstaufsicht in Pfullendorf waren nicht wegzureden“, sagte von der Leyen. In der Kaserne soll es sexuell-sadistische Praktiken sowie Gewaltrituale gegeben haben.

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