Letztes Update am Sa, 10.06.2017 14:25

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Grüne - Überraschungen auf vorderen Listenplätzen



Wien (APA) - Mit Überraschungen ist die Wahl der Landesliste für die Nationalratswahl bei der Landesversammlung der Wiener Grünen über die Bühne gegangen. So schaffte es Kultursprecher Wolfgang Zinggl auf keinen der vorderen Plätze, stattdessen wurde Gewerkschafter Markus Koza auf den aussichtsreichen vierten Platz gewählt. Platz drei, für den auch Alev Korun kandidiert hatte, ging an Sigrid Maurer.

Mit klarer Mehrheit im ersten Wahlgang wurden davor allerdings Ulrike Lunacek als Spitzenkandidatin gekürt - sie erhielt 87,9 Prozent - und Parlaments-Klubchef Albert Steinhauser auf Platz zwei gewählt. Um den dritten Platz ritterten unter anderen Menschenrechtssprecherin Korun, Wissenschaftssprecherin Maurer und Bundesrätin Ewa Dziedzic, die jeweils etwa ein Drittel der Stimmen erhielten. Nach drei Wahlgängen landete Maurer, die selbst „niemals damit gerechnet“ hätte, wie sie sagte, vor Korun - die schließlich auf Platz fünf gereiht wurde.

Auch für den vierten Listenplatz brauchte es drei Wahlgänge. Schließlich setzte sich Koza, Vorsitzender der Unabhängigen Gewerkschafter im ÖGB, gegen Zinggl durch. Zinggl hatte sich in den vergangenen Monaten gegen das von Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou vorangetriebene Hochhausprojekt am Heumarkt engagiert, warb in seiner Rede auf der Landesversammlung am Samstag allerdings für Geschlossenheit im Vorfeld der Nationalratswahl. Letztendlich musste er sich mit dem achten Listenplatz begnügen.

Die Kandidaten, die es auf keinen der vorderen Listenplätze schafften, haben noch die Chance, über die Bundesliste, die beim Grünen Bundeskongress am 25. Juni gewählt wird, ein Mandat zu besetzen. Zinggl ließ am Samstag offen, ob er dort kandidieren wird.

2013 kamen fünf Abgeordnete - neben Spitzenkandidaten Eva Glawischnig waren das Steinhauser, Korun, Zinggl und Daniela Musiol - über die Wiener Liste ins Parlament. Musiol hatte ihr Mandat bereits 2016 zurückgelegt, ihr Nachfolger Karl Öllinger bewarb sich bei der Landesversammlung nicht mehr um einen Listenplatz.

~ WEB http://www.gruene.at ~ APA144 2017-06-10/16:23




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