Letztes Update am Sa, 10.06.2017 16:37

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Life Ball -Neue Kooperationen mit internationalen Aids-Organisationen



Wien (APA) - Der Trägerverein des Life Balls, Life+, unterstützt nicht nur zahlreiche nationale Aids-Hilfsorganisationen, sondern auch internationale Projekte. Kurz bevor das Event zum 24. Mal im Wiener Rathaus über die Bühne geht, gab Gery Keszler bei einer Pressekonferenz die Kooperation neuer Initiativen, darunter eine der Ehefrau von Star-Koch Wolfgang Puck, Gelila, bekannt.

Die gebürtige Äthiopierin hat vor sieben Jahren in ihrer Heimat Äthiopien die „Dream For Future Africa Foundation“ (DFFAF) gegründet hat. Das jüngste Projekt der Organisation ist ein HIV- und Aids-Präventionsprogramm, das anhand von Aufklärung, Tests und Zugang zu Informationen jungen Menschen die Chance bieten möchte, HIV-frei zu leben. Mit der Unterstützung von Life+ will sie das Projekt in ihrem Geburtsland umsetzen.

„Aids ist immer noch gegenwärtig und eine tödliche Krankheit. Sie hat uns nicht verlassen, sie ist immer noch da“, spricht die Aktivistin vor allem Regionen an, die durch Medikamente nicht erreicht werden können. Gelila Pucks Intention, ihre Organisation zu gründen, war, dass es in Äthiopien ganze Dörfer gab, die durch Aids ausgerottet wurden. „Wir müssen kämpfen, wir dürfen nicht leise sein.“

Die Mutter von zwei Buben sieht daher in der Erziehung der Kleinsten und deren Aufklärung über HIV/Aids einen wichtigen Part. „Der beste Weg, Kinder aufzuziehen, ist ihnen ein gutes Vorbild zu sein. Aber nicht nur darüber zu sprechen, sondern auch etwas zu tun.“

Ein weiteres Projekt ihrer Organisation beschäftigt sich mit der Ausbildung von Krankenschwestern und Pflegern im Umgang mit Bluttests. Denn die Jahreskampagne von Life+ hat sich das Ziel gesetzt, seinen Immunstatus zu kennen. Das Wissen darüber sollte so selbstverständlich sein, wie das Wissen um die eigene Blutgruppe, appellierte die „Know your Status“-Kampagne. „Jeder Siebente der HIV-Infizierten in Österreich weiß nichts über seine Infektion“, sagte Life Ball-Organisator Keszler bei der Pressekonferenz Samstagnachmittag im Roten Salon im Rathaus.

Neben der Information über den Immunstatus und im Fall einer Infektion die adäquate Behandlung, ist zwei englischen Organisationen auch die Information von Betroffenen wichtig, vor allem was das Wissen rund um ein Medikament zur HIV-Prophylaxe betrifft. Mit der Einnahme von „Präexpositionsprophylaxe“ (PrEP) soll das Risiko einer HIV-Infektion gesenkt werden. Greg Owen mit der Plattform „I want PrEP now“ und Will Nutland von „Prepster“ haben es durch Aufklärung geschafft, dass die Zahl der HIV-Diagnosen in London um 40 Prozent gesenkt werden konnte, sagte Nutland. Owen und Nutland werden deshalb bei der Eröffnung des Life Balls Samstagabend ausgezeichnet.




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