Letztes Update am Sa, 10.06.2017 19:34

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Irakische Streitkräfte wehrten IS-Offensive südlich von Mosul ab



Mosul (Mossul) (APA/Reuters/AFP/dpa) - Irakische Streitkräfte haben Insidern zufolge eine Offensive der Extremistenmiliz Islamischer Staat im Süden der Großstadt Mosul abgewehrt. Bei den Kämpfen in der Stadt Shirkat am Samstag seien mehr als 30 Soldaten und Zivilisten ums Leben gekommen, hieß es aus Sicherheitskreisen. Auch etwa ein Dutzend IS-Kämpfer seien getötet worden.

Die Kämpfe hätten in der Früh begonnen und bis Mittag gedauert. Die IS-Miliz hatte Shirkat im vergangenen Jahr an die irakischen Sicherheitskräfte verloren. Die Eroberung der Stadt machte den irakischen Kräften den Weg in die Stadt Mosul frei, die lange vom IS gehalten wurden.

Inzwischen ist die Miliz weitgehend aus der Stadt vertrieben und hält nur noch eine Enklave am Westufer des Tigris. Die Sicherheitskräfte verkündeten am Samstag die „komplette Befreiung“ des Stadtteils Al-Sinjili im Westen der nordirakischen Metropole. Dort hatte es in den vergangenen Tagen heftige Gefechte zwischen irakischen Einheiten und dem IS gegeben. Das Viertel werde nun von Minen und Sprengfallen gesäubert.

Regierungstreue schiitische Milizen waren indes auch im Umfeld Mosuls weiter auf dem Vormarsch. Westlich der Großstadt seien alle Gebiete außer der Stadt Tal Afar erobert worden, teilte das Bündnis Hashd al-Shaabi (Volksmobilisierung) am Samstag mit. Die IS-Miliz kontrolliert demnach nur noch Tal Afar und einige westliche Stadtviertel von Mosul. Tal Afar liegt ungefähr 50 Kilometer westlich von Mosul.

Der Kommandant von Hashd al-Shaabi, Abu Mahdi al-Mohandis, erklärte in der Nacht zum Samstag, seine Einheiten warteten auf den Befehl des irakischen Regierungschefs Haidar al-Abadi zum Sturm auf Tal Afar.




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