Letztes Update am Di, 27.06.2017 12:04

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hohes Bußgeld für deutsche Batteriehersteller wegen „Blei-Zuschlag“



Bonn (APA/dpa) - Zwei deutsche Batterie-Hersteller müssen zusammen 28 Millionen Euro Bußgeld bezahlen, weil sie jahrelang einen Zuschlag für Preisschwankungen beim Blei ihrer Batterien kassiert haben.

Betroffen seien die Hawker GmbH in Hagen und die Hoppecke Batterien GmbH in Brilon, teilte das Bundeskartellamt am Dienstag mit. Es ging dabei um Stationärbatterien etwa für die Notstromversorgung und teils auch um Batterien für Gabelstapler.

Der Zuschlag war entsprechend den Bleipreisen an der Londoner Rohstoffbörse erhoben worden. Ein solcher Automatismus sei als Einzelvereinbarung zwischen Lieferant und Abnehmer nicht zu beanstanden. Hier hätten sich aber verschiedene Batterie-Anbieter untereinander abgestimmt, den Zuschlag branchenweit zu erheben, erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt. Dies sei eindeutig unzulässig. Auf die Spur kam die Behörde den Kartellsündern durch einen Hinweis eines Konkurrenten, der als Kronzeuge straffrei blieb. Beide Unternehmen hätten mit der Behörde bei der Aufklärung und im Bußgeldverfahren kooperiert.




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