Letztes Update am So, 02.07.2017 10:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Austro-Investoren zeigen steigendes Interesse an Triest



Triest/Klagenfurt (APA) - Ein Austro-Unternehmer hat Interesse für die Übernahme eines großen Gebäudes im Zentrum von Triest, das sich im Besitz der italienischen Staatsbahnen (FS) befindet. Das schreibt die Triester Tageszeitung „Il Piccolo“. Die Staatsbahnen bestätigten das Interesse, wollten den Namen des Unternehmers nicht nennen. Österreichische Investoren zeigten zuletzt insgesamt steigendes Interesse an Triest.

Der Investor hat in dieser Tage den Bürgermeister von Triest, Roberto Dipiazza, getroffen, der sich um die Privatisierung von historischen Gebäuden in der altösterreichischen Hafenstadt bemüht. 2015 hatten die Staatsbahnen einen Wettbewerb für den Verkauf des Gebäudes ausgeschrieben, doch niemand hatte sich gemeldet. Der Kaufpreis liegt bei 12 Mio. Euro, berichtete das Blatt.

Österreichische Investoren zeigten zuletzt zunehmendes Interesse für Triest. Österreichische Gesellschaften seien bereit, in den 260.000 Quadratmeter großen alten Habsburger Hafen zu investieren, der seit Jahrzehnten verfallen ist, berichtete Domenico Arcuri, Chef von Italiens staatlicher Betriebsansiedlungsagentur Invitalia diese Woche.

Nachdem sich der Klagenfurter Immobilienentwickler MID Holding im April bei einer Versteigerung für den Erwerb des ehemaligen Messegeländes in Triest durchgesetzt hat, signalisiert eine österreichische Firma Interesse an einem historischen Palasts im Stadtzentrum. Bei dem Gebäude, den die Gemeinde Triest versteigert, handelt es sich um den im 18. Jahrhundert errichteten Palazzo Carciotti, der sich im Herzen der Stadt befindet und direkten Ausblick auf das Meer hat. Im Gebäude mit einer Fläche von 15.000 Quadratmetern wohnte 1816 eine kurze Zeit lang Österreichs Staatskanzler und Außenminister Fürst Metternich. 1831 wurde der Palast zum ersten Sitz der Versicherungsgesellschaft Generali. Später diente er als Sitz der Österreichisch-Ungarischen Bank.




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