Letztes Update am So, 02.07.2017 12:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Anwältin patzte - Weinviertler wäre beinahe um 14.500 Euro umgefallen



St. Pölten (APA) - Um 14.500 Euro wäre ein technischer Angestellter aus dem Weinviertel beinahe umgefallen, weil eine beigezogene Rechtsanwältin seine Ansprüche nach seiner Kündigung falsch berechnet hatte. Das berichtete die AK Niederösterreich am Sonntag in einer Presseaussendung, nachdem die Interessensvertretung dem Betroffenen doch noch zu seinem Recht verholfen hatte.

Der Mann war nach knapp zehn Monaten von seinem Arbeitgeber vor die Tür gesetzt worden, ohne dass er fristgerecht davon in Kenntnis gesetzt wurde. Der gekündigte Dienstnehmer suchte sich darauf hin rechtlichen Beistand, um seine offenen finanziellen Ansprüche geltend zu machen. Das Unternehmen, das ihm gekündigt hatte, war mittlerweile in die Insolvenz geschlittert.

Laut AK standen dem Betroffenen Kündigungsentschädigung, Urlaubsersatzleistung, ausstehendes Gehalt und nicht erfolgte Sonderzahlungen zu. Die Anwältin, die der Mann zurate gezogen hatte, leistete sich aber offenbar mehrere „Schnitzer“. Sie soll die Höhe seiner Ansprüche falsch berechnet und auf das Einfordern der Urlaubsersatzleistung schlichtweg vergessen haben.

Der Weinviertler wandte sich schließlich an die AK Niederösterreich, die die Vertretung des Mannes übernahm. „Ohne den kostenlosen Rechtsschutz der Arbeiterkammer wäre der Betroffene vermutlich nicht zu seinem Recht gekommen“, so der Präsident der AK Niederösterreich, Markus Wieser. Ob und allenfalls welche Konsequenzen - etwa eine Disziplinaranzeige bei der Anwaltskammer - der Fall für die Rechtsanwältin hatte, konnte man bei der AK am Sonntag auf APA-Anfrage nicht beantworten.




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