Letztes Update am So, 02.07.2017 16:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Anti-Terror-Truppe in Sahelzone: Millionen-Starthilfe aus Frankreich



Bamako/Paris (APA/dpa) - Frankreich will die Gründung einer neuen Anti-Terror-Einheit in der Sahelzone mit mehr als acht Millionen Euro unterstützen. Das kündigte Präsident Emmanuel Macron am Sonntag bei einem Gipfeltreffen der Sahelstaaten Mauretanien, Mali, Burkina Faso, Niger und Tschad in der malischen Hauptstadt Bamako an.

Die sogenannte G-5-Sahel-Gruppe gab offiziell grünes Licht für die neue, bis zu 5000 Soldaten starke Truppe. Die EU hat bereits 50 Millionen Euro Starthilfe zugesagt.

„Unsere Feinde sind Feiglinge, aber sie haben ein Ziel. Sie wollen uns vernichten“, sagte Macron. Frankreich werde bis Ende des Jahres rund 70 Fahrzeuge für die neue Truppe liefern. Außerdem werde seine Regierung 200 Millionen Euro in die Entwicklungshilfe in der Region investieren. Paris unterstützt den Kampf gegen Extremisten in der Sahelzone, die teils Al-Kaida die Treue geschworen haben, bereits mit der bis zu 4000 Soldaten starken Truppe Barkhane.

Die neue Anti-Terror-Einheit wurde bereits von den Vereinten Nationen anerkannt. Sie soll an der Seite von Barkhane und der UN-Friedensmission Minusma arbeiten. Der Kampf gegen den Terrorismus wird sich überwiegend auf die Grenzgebiete zwischen Mali, Niger und Burkina Faso konzentrieren, in denen sich jüngst Anschläge auf Militärstützpunkte häuften.

Die G-5 wurde 2014 ins Leben gerufen. Die Fläche der Staatengruppe entspricht mit über 5 Millionen Quadratkilometern fast 60 mal jener Österreichs. Außer Mauretanien gehören einem UN-Index zufolge alle Mitglieder zu den 15 ärmsten Ländern der Welt.




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