Letztes Update am So, 02.07.2017 22:36

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


US-unterstütze Kämpfer drangen erstmals aus Süden nach Raqqa vor



Beirut (APA/AFP) - Die von den USA unterstützten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) sind nach monatelangen Kämpfen erstmals vom Süden her in die IS-Hochburg Raqqa vorgedrungen. Die kurdisch-arabischen SDF-Kämpfer seien am Sonntag „zum ersten Mal in den Süden von Raqqa eingedrungen und haben den Markt von Al-Hal eingenommen“, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Der Markt sei „vollständig unter Kontrolle der SDF“, die Jihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) habe allerdings einen Gegenangriff angedroht, hieß es. Die Beobachtungsstelle stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten an Ort und Stelle, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite kaum zu überprüfen.

Die SDF bestätigten die Einnahme des Marktes. Ihre Kämpfer waren am 6. Juni ins nordsyrische Raqqa einmarschiert. Seitdem eroberten sie einige Viertel im Osten und Westen der Stadt. Als sie weiter ins Zentrum vordrangen, stießen sie allerdings auf erbitterten Widerstand.

Am Sonntag wurde um das östliche Viertel Al-Senaa unweit des Stadtzentrums von Raqqa gekämpft. Die SDF-Kämpfer hatten das Viertel kurz nach ihrem Einmarsch in Raqqa erobert, der IS vertrieb sie aber am Freitag nach einer Reihe von Anschlägen. Bis Sonntag hätten die SDF-Kämpfer rund 70 Prozent des Viertels zurückerobert, erklärte die Beobachtungsstelle. Am Donnerstag hatten die SDF-Kämpfer dem IS den letzten Fluchtweg aus Raqqa abgeschnitten.




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