Letztes Update am So, 02.07.2017 22:54

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Katar will Montagfrüh offiziell auf Forderungen der Gegner reagieren



Doha (APA/AFP) - Im Streit mit Saudi-Arabien und mehreren anderen arabischen Staaten will Katar am Montag in der Früh offiziell auf die ultimative Forderungsliste seiner Gegner reagieren. Die offizielle Reaktion des katarischen Emirs Scheich Tamim bin Hamad al-Thani werde dann dem als Vermittler tätigen Emir von Kuwait, Scheich Sabah al-Ahmed al-Sabah, übermittelt, teilten die Behörden in Doha am Sonntag mit.

Der katarische Außenminister werde das Schreiben überreichen. Saudi-Arabien, Ägypten, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten am 5. Juni ihre diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen und eine Verkehrs- und Handelsblockade gegen den gasreichen Wüstenstaat verhängt. Sie werfen Katar die Unterstützung von Terrorgruppen vor.

Am 22. Juni legten sie dann eine Liste mit 13 ultimativen Forderungen an Katar vor. Unter anderem verlangen sie, dass Doha seine Beziehungen zum Iran zurückfährt, den einflussreichen Nachrichtensender Al-Jazeera schließt ebenso wie einen türkischen Militärstützpunkt in Katar. Die Regierung in Doha erhielt zehn Tage Zeit, um die Forderungen zu erfüllen. Die Frist lief somit eigentlich am Sonntag aus.

Der katarische Außenminister Scheich Mohammed al-Thani hatte die Forderungsliste am Samstag bereits indirekt zurückgewiesen. Er warf Saudi-Arabien und seinen Verbündeten vor, ganz bewusst unannehmbare Forderungen gestellt zu haben. Jedem sei klar, „dass diese Forderungen dazu bestimmt sind, sich die Souveränität Katars anzueignen“, sagte Thani nach einem Treffen mit seinem italienischen Amtskollegen Angelino Alfano in Rom.

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Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Russland, Omar Ghobasch, hatte Doha diese Woche vor weiteren Strafmaßnahmen gewarnt. Abgesehen von der Aussetzung der Mitgliedschaft Katars im Golfkooperationsrat könnten die Gegner Katars ihre Handelspartner vor die Wahl stellen, entweder mit ihnen oder mit Katar Geschäfte zu machen, sagte Ghobasch der britischen Zeitung „The Guardian“.




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