Letztes Update am Mo, 03.07.2017 09:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Wirtschaft fordert Sofortmaßnahmen zur Strompreissenkung



Düsseldorf (APA/AFP) - Deutschlands Unternehmen fordern eine rasche Entlastungen beim Strompreis. Der Vorstand des Deutschen Industrie- und Handelstags (DIHK) habe ein Positionspapier mit Sofortmaßnahmen zur Senkung der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) beschlossen, berichtete das „Handelsblatt“ am Montag.

„Die deutschen Mittelständler zahlen die höchsten Strompreise in der EU, doppelt so viel wie ihre französischen Kollegen“, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer dem Blatt. Er rechnet mit „deutlich“ steigenden Kosten in den kommenden Jahren.

Der Verband fordert in dem Positionspapier, das Stromsteueraufkommen von rund 7 Mrd. Euro einzusetzen, um die EEG-Umlage von derzeit 6,88 Cent je Kilowattstunde Strom auf 4,7 Cent zu senken. Dies wäre eine „spürbare und kurzfristige Entlastung für Wirtschaft und Verbraucher“, sagte Schweitzer dem „Handelsblatt“.

Ein Teil der EEG-Kosten will der DIHK laut dem Bericht in einen Fonds auslagern; die EEG-Umlage könnte so bei einem bestimmten Wert gedeckelt werden. Die Tilgung des Fonds durch die Stromkunden würde erst beginnen, wenn die EEG-Umlage unter einen bestimmten Wert fällt.

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Als dritte Option empfiehlt der DIHK, eine Ausweitung der Umlage auf den Wärme- und Verkehrssektor zu prüfen. In der Folge würde nicht mehr nur Strom mit der Umlage belastet, sondern auch Kohle, Öl und Gas.




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