Letztes Update am Mo, 03.07.2017 14:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Oö. FH-Professor und Marathonläufer rät zu Bier als Fitnessgetränk



Wels/Wien (APA) - Der Welser FH-Professor Alexander Jäger empfiehlt Bier als isotonisches Fitnessgetränk. Einziges Manko sei der geringe Natriumgehalt. Gemeinsam mit dem Mannschaftsarzt des britischen olympischen Komitees, Ron Maughan, arbeitet er nun an einem natriumreichen Bier, das nicht salzig schmeckt. Erste Versuche seien vielversprechend, hieß es. Bis es soweit ist, rät er zur Bierbrezel als Salzlieferant.

Alexander Jäger ist nicht nur Professor für Mikrobiologie und Brauwesen am FH-Campus Wels, der 59-Jährige ist auch Staatsmeister im Marathon in seiner Altersklasse, wie einer Mitteilung der FH zu entnehmen ist. Er und Maughan sind in ihren Forschungen zu dem Schluss gekommen: Sowohl alkoholhältiges als auch -freies Bier ist gesund und zum Ausgleich des Wasserhaushalts geeignet.

„Wir haben die Inhaltsstoffe vieler nationaler und internationaler Biere hinsichtlich ihres Mineralstoff- und Elektrolytgehalts exakt untersucht“, berichtet Jäger. „Es zeigt sich, dass fast alle untersuchten naturtrüben alkoholfreien Weizenbiere isotonisch sind. Selbst im Vergleich zu Elektrolytgetränken schneiden sie ausgezeichnet ab.“ Das Vorurteil, dass Bier entwässere, gelte nur sehr eingeschränkt, betont Maughan: Von einer Halben bleiben dem Körper 400 Milliliter Wasser zur Auffüllen der körpereigenen Wasserspeicher.

Was lustig klingt, hat durchaus einen ernsten Hintergrund: „Wie soll ich meine Leistungssportler dazu bringen, ihre Wasserspeicher aufzufüllen? Bier ist dabei ein großer Anreiz“, so Maughan. Empfohlen werden 0,8 Liter Bier für Männer und 0,5 Liter für Frauen pro Tag. Alkoholfreies Bier darf in unbegrenzter Menge getrunken werden, wenn ausreichend Salz eingenommen wird. Laut Maughan und Jäger haben klinische Studien mit mehr als 300.000 Teilnehmern zudem gezeigt, dass mäßiger Bierkonsum das Herzinfarkt- und das Diabetes 2-Risiko senkt sowie Osteoporose entgegenwirkt.




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