Letztes Update am Mo, 03.07.2017 18:18

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Hausärzte streiken in Lettland



Riga (APA/dpa) - Aus Ärger über niedrige Bezahlung sind am Montag in Lettland landesweit mehr als 600 Hausärzte in einen unbefristeten Streik getreten. Die Mediziner werden keine staatlich finanzierten Gesundheitsdienste mehr anbieten. Damit wollen sie ihrer Forderung nach einer höheren Kopfpauschale pro behandeltem Patient Nachdruck verleihen.

Der Ärzteverband pocht auf ein Plus von 30 Prozent, das Gesundheitsministerium in Riga will dem aber nicht nachkommen. Auch andere Reformen im Gesundheitswesen des EU-Landes sind umstritten. Wider Erwarten kam es trotz des Ausstandes zunächst nicht zu einem größeren Patientenandrang bei Krankenhäusern.

„Wie lange der Streik dauern wird, können wir nicht sagen, es hängt von der Regierung ab. Sobald wir eine Einigung erzielen, kann der Streik beendet werden“, sagte Sarmite Veida, die Vorsitzende des lettischen Hausärzteverbands, im lettischen Rundfunk. Nach ihren Angaben verdienen Hausärzte im Durchschnitt 886 Euro brutto pro Monat. Der Verband vertritt nach eigenen Angaben mehr als 1.200 Hausärzte in Lettland.




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