Letztes Update am Mo, 03.07.2017 21:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Busunternehmer nach Unfall: Es tut uns sehr sehr leid



München/Berlin (APA/dpa) - Nach dem tödlichen Busunfall auf der A9 in Nordbayern hat der Besitzer des Unglücksfahrzeugs sein Mitgefühl geäußert. „Die Gedanken sind natürlich bei denen, die im Krankenhaus liegen - und natürlich auch bei denen, die zu Hause warten auf eine Information.

„Was ist denn mit meinen Verwandten und Bekannten?““, sagte der Unternehmer Hartmut Reimann aus dem sächsischen Löbau am Montag im ARD-Brennpunkt, und: „Es tut uns sehr, sehr leid - aber ich kanns nicht mehr ändern.“

Bei dem schweren Busunfall kamen nach ersten Erkenntnissen der Polizei vermutlich 18 Menschen ums Leben. 30 Menschen wurden verletzt, einige von ihnen schwer. An Bord war auch eine Seniorengruppe aus Sachsen.

Angesichts der Vorfälle beim schweren Busunfall in Bayern erwägt der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), das Bußgeld für Gaffer zu erhöhen. „Es ist in der Tat unverantwortlich und beschämend, wenn auf der Gegenfahrbahn die Geschwindigkeit drastisch vermindert wird, um zu sehen, was passiert ist“, sagte er am Montag im ARD-“Brennpunkt“ nach dem schweren Unglück.

„Ich bin auch bereit, die Bußgelder zu erhöhen, wenn wir noch mehr abschreckende Wirkung brauchen - das ist die eine Seite. Das andere ist, den Autofahrern bewusst machen, was sie durch ihr Verhalten auslösen können“, so Dobrindt. Wer die Einsatzkräfte behindere, könne auch mit Gefängnis bestraft werden.

Nach dem Busunfall hatte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein „völlig unverantwortliches und beschämendes Verhalten“ mancher Autofahrer beklagt. Weil die Rettungsgasse nicht breit genug war, hätten vor allem die großen Einsatzfahrzeuge wertvolle Zeit verloren. Auf der Gegenfahrbahn hätten zudem einige Gaffer beinahe weitere Unfälle verursacht. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) sagte: „Die Disziplin der Leute ist ärgerlich.“




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