Letztes Update am Di, 04.07.2017 03:05

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


China warnt vor „katastrophalen“ Folgen der Nordkorea-Krise



Pjöngjang (APA/AFP) - Der chinesische Botschafter bei den Vereinten Nationen hat vor möglichen „katastrophalen“ Folgen einer weiteren Eskalation der Krise mit Nordkorea gewarnt. Liu Jieyi sagte am Montag in New York, der Konflikt könne „außer Kontrolle geraten“, wenn es nicht gelinge, die Spannungen abzubauen.

„Derzeit sind die Spannungen hoch und wir würden gewiss gern eine Deeskalation sehen“, sagte der Diplomat einen Tag nach einem Telefonat zwischen dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump unter anderem über das nordkoreanische Atomprogramm.

In den vergangenen Monaten provozierte Pjöngjang die internationale Gemeinschaft mit mehreren Raketentests. Die Spannungen mit Washington wurden zudem zuletzt durch den Tod des US-Studenten Otto Warmbier weiter verschärft. Der 22-jährige Student fiel in nordkoreanischer Haft ins Koma und starb kurz nach seiner Rückkehr in die USA.

Trump hatte Ende Juni bei einem Besuch des neuen südkoreanischen Staatschefs Moon Jae-in gesagt, die Geduld mit Pjöngjang „ist am Ende“. Die USA bereiteten zusammen mit Südkorea, Japan und anderen Verbündeten neue Sanktionen vor. Die USA setzen nach Angaben aus der Regierung jedoch zunächst weiterhin darauf, Nordkorea mit diplomatischem und wirtschaftlichen Druck zum Einlenken zu bewegen. China befürwortet ebenfalls einen diplomatischen Ansatz, um Pjöngjang zu einem Abbau seines Atomprogramms zu bewegen. Washington macht einen Stopp der Atom- und Raketentests durch Nordkorea allerdings zu einer Vorbedingung für Gespräche mit der Führung in Pjöngjang.

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