Letztes Update am Di, 04.07.2017 04:20

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Nordkorea provoziert mit neuem Raketentest



Pjöngjang (APA/Reuters/dpa/AFP) - Nordkorea hat am Dienstag nach Angaben Japans und Südkoreas abermals eine Rakete abgefeuert. Die Rakete sei vermutlich in der 200-Meilen-Zone vor der japanischen Küste gelandet, teilte die Regierung in Tokio mit. Sie protestierte scharf gegen den erneuten Raketentest und erklärte, solche Provokationen seien inakzeptabel. In Seoul berief Präsident Moon Jae-in den Nationalen Sicherheitsrat ein.

Auch das südkoreanische Militär berichtete vom Start der ballistischen Rakete. Sie sei im Westen Nordkoreas abgefeuert worden und in Richtung der Gewässer vor der Ostküste der koreanischen Halbinsel geflogen.

Nordkorea hat in jüngster Vergangenheit trotz immer neuer UNO-Sanktionen insbesondere ballistische Raketen in schneller Folge getestet. Das Land arbeitet mit Hochdruck an Interkontinentalraketen, die auch die USA erreichen könnten.

Seit 2006 nahm Nordkorea nach eigenen Angaben fünf Atomwaffentests vor, davon zwei im vergangenen Jahr. Zugleich arbeitet die Führung in Pjöngjang an der Entwicklung von Langstreckenraketen, mit denen atomare Sprengköpfe bis in die USA getragen werden könnten.

US-Präsident Donald Trump hatte Ende Juni bei einem Besuch des südkoreanischen Präsidenten Moon gesagt, die Geduld mit Pjöngjang „ist am Ende“. Die USA bereiteten zusammen mit Südkorea, Japan und anderen Verbündeten neue Sanktionen vor. Der chinesische Botschafter bei der UNO warnte am Montag vor „katastrophalen“ Folgen einer weiteren Eskalation der Krise mit Nordkorea. Liu Jieyi sagte in New York, der Konflikt könne „außer Kontrolle geraten“, wenn es nicht gelinge, die Spannungen abzubauen.




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