Letztes Update am Di, 04.07.2017 07:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Deutsche Versorger EnBW und TransnetBW forcieren Stromtrasse Ultranet



Berlin/Karlsruhe (APA/dpa) - Der deutsche Energieversorger EnBW und seine Tochter TransnetBW treiben das ehrgeizige Stromprojekt Ultranet voran, das Strom von der Nordseeküste bis nach Süddeutschland bringen soll. Um Platz für ein Gleichstrom-Umspannwerk (Konverter) zu schaffen, sei auf dem Gelände des Kernkraftwerks Philippsburg in Baden-Württemberg der Abriss und teilweise Neubau von Objekten erforderlich, teilte EnBW mit.

Das Unternehmen sprach von einer „großen logistischen Herausforderung“. Die TransnetBW hatte vor einem Jahr entschieden, in Philippsburg ein Umspannwerk zu errichten. Der Konverter wäre der südliche Endpunkt einer Gleichstromleitung, die aus Sicht des Unternehmens eine der großen Strombrücken zwischen Nord- und Süddeutschland wird.

Ultranet soll beitragen, Deutschland ab 2022 - dem geplanten Termin der Abschaltung des letzten Atomkraftwerks - mit genügend Strom zu versorgen. Die 340 Kilometer lange Trasse führt von Osterath bei Düsseldorf durch Rheinland-Pfalz und Hessen bis nach Philippsburg. Von dort wird der Strom ins Land verteilt. TransnetBW ist für den rund 40 Kilometer langen Abschnitt zwischen Mannheim-Wallstadt und dem Netzverknüpfungspunkt Philippsburg verantwortlich. Dem Unternehmen zufolge soll Ultranet bis 2025 nach Emden an die Nordseeküste weitergeführt werden.

In Österreich ist die EnBW mit rund einem Drittel an der niederösterreichischen EVN beteiligt und damit zweitgrößter Aktionär nach dem Mehrheitseigentümer Land Niederösterreich.

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