Letztes Update am Di, 04.07.2017 12:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Aquileia und die bedrohte Kunst: Schau mit Werken aus Palmyra



Rom (APA) - Aquileia schreibt sich den Einsatz zur Rettung der „vom Terrorismus bedrohten Archäologie“ auf die Fahne. Das Archäologie-Museum der friaulischen Stadt mit römischer und habsburgischer Vergangenheit lockt mit einer Ausstellung mit dem Titel „Gesichter Palmyras in Aquileia“, die bis zu 3. Oktober besichtigt werden kann

Nach der Zerstörung antiker Monumente in Palmyra durch die Terrormiliz IS lässt das Museum von Aquileia die syrische Oasenstadt wieder aufleben. Gezeigt werden Werke, die unter anderem im Terra-Sancta-Museum in Jerusalem, in den Vatikanischen und Kapitolinischen Museen, sowie in Privatsammlungen aufbewahrt werden. Den Funden aus Palmyra werden Kunstwerke aus dem Museum von Aquileia gegenübergestellt.

Der Kopf eines Priesters auf einem Sarkophag von Palmyra und ein der aufsteigenden Sonne gewidmeter Marmoraltar griechischer Herkunft sind einige Attraktionen der Ausstellung. Die Schau bietet auch die Gelegenheit, Kunstwerke aus dem Heiligen Land zu restaurieren. Die Restaurierung wird vom Museumspol der Region Friaul Julisch Venetien nach Ende der Ausstellung koordiniert und finanziert.

Der sogenannte Islamische Staat hatte 2015 das UNESCO-Weltkulturerbe schwerbeschädigt und zahlreiche Menschen ermordet - darunter den 81-jährigen früheren Chef-Archäologen von Palmyra, Khaled Asaad. „Wir wollen auf permanente Weise die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Plage der Zerstörung von Kunst lenken. Italien will verstärkt kulturelle Diplomatie auf internationaler Ebene fördern. Wir können dabei eine Spitzenrolle spielen“, so der italienische Kulturminister Dario Franceschini bei der Vorstellung der Schau.




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