Letztes Update am Di, 04.07.2017 13:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Busunfall in Bayern - Drei Menschen noch in Lebensgefahr



Hof (APA/AFP/dpa) - Einen Tag nach dem verheerenden Busunfall in Oberfranken mit 18 Toten befinden sich drei Menschen noch in Lebensgefahr. Dies teilten das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Hof am Dienstag mit. Von den insgesamt 30 Verletzten konnten sieben mittlerweile aus den Krankenhäusern entlassen werden.

Die Ermittler widersprachen Spekulationen, der völlig ausgebrannte Reisebus könnte bereits vor dem Zusammenstoß mit einem Lastwagen gebrannt haben. Nach vorläufiger Einschätzung der beiden eingesetzten Gutachter gebe es dafür bisher keine Hinweise. Vieles spreche dafür, dass der Bus erst aufgrund der Kollision mit dem Anhänger des Lastwagens Feuer gefangen habe. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte inzwischen den Firmensitz des Busunternehmens des verunglückten Fahrzeugs. Dabei seien Unterlagen zu dem Bus und den beiden Lenkern beschlagnahmt worden.

Am Dienstag sollen laut dem Dresdner Sozialministerium noch sechs weitere Menschen aus dem Spital entlassen werden, für die mit dem Roten Kreuz ein Rücktransport organisiert worden sei. Auch für Mittwoch stehe schon ein Rücktransport fest, sagte eine Sprecherin. Ob darüber hinaus noch andere Insassen des Unglücksbusses ihre Heimreise nach Sachsen auf eigene Faust organisiert hätten, sei nicht bekannt. Bis auf zwei Schwerstverletzte, die in Spezialkliniken außerhalb Bayerns behandelt würden, seien nach dem Unglück am frühen Montagmorgen alle Opfer in Kliniken in Oberfranken gebracht worden.




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