Letztes Update am Di, 04.07.2017 15:42

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gruppierung mit Mafia-Verbindungen in Süddeutschland gefasst



Konstanz (APA/dpa) - Eine Gruppe mit Verbindungen zur sizilianischen Mafia soll mit Anführern in Rottweil und Donaueschingen über Jahre kriminelle Geschäfte in Süddeutschland betrieben haben. Das gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag in Rottweil bekannt. Die beiden mutmaßlichen Anführer, Italiener im Alter von 52 Jahren und 48 Jahren, sowie 13 weitere Personen wurden am 21. Juni festgenommen.

Ihnen wird neben Drogenhandel, Waffengeschäften und - im Rahmen von Einschüchterungsaktionen ihrer Gegner - gefährliche Körperverletzung, Brandstiftung und versuchter Mord vorgeworfen. Drei Tatverdächtige haben die Vorwürfe bereits bestätigt.

Die Gruppe hat nach Angaben der Ermittler Verbindungen zur Cosa Nostra. Die illegalen Machenschaften sollen durch ein Goldankaufgeschäft und einen Kleiderladen verschleiert worden sein. Schon seit Sommer 2016 ermittelt die Staatsanwaltschaft Konstanz gegen den organisierten Drogenhandel im süddeutschen Raum. Eine Anklage ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht vor Anfang 2018 zu erwarten.




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