Letztes Update am Di, 04.07.2017 18:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Dem DAX ist am Dienstag nach seinem Erholungsversuch vom Vortag wieder die Luft ausgegangen. Allerdings verlief der Handel in ruhigen Bahnen, auch da wegen eines Feiertags in den USA Impulse von den US-Börsen fehlten. Der deutsche Leitindex schloss 0,31 Prozent tiefer bei 12.437,13 Punkten.

In der letzten Woche war das Börsenbarometer wegen der Sorgen um eine straffere Geldpolitik in der Eurozone auf den tiefsten Stand seit Ende April gefallen. Viele Börsianer schienen sich derzeit zu fragen, ob die jüngste Schwäche der Börsen Europas lediglich ein kleinerer Rückschlag nach dem guten Lauf der vergangenen Monate oder der Beginn einer größeren Korrektur sei, sagte Analyst David Madden vom Broker CMC Markets UK.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax sank am Dienstag um 0,28 Prozent auf 24:633,84 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax hielt sich dank eines Kursprungs bei den Aktien von Wirecard besser. Er trat letztendlich nahezu auf der Stelle.

Der Eurozonen-Leitindex Euro-Stoxx-50 büßte 0,35 Prozent auf 3:479,47 Punkte ein. In Paris gab der französische CAC-40-Index ebenfalls nach und auch der britische FTSE-100 sank.

Hierzulande zog der Arzneimittelhersteller Stada angesichts wieder hochgekochter Übernahmehoffnungen einmal mehr die Aufmerksamkeit auf sich. Nur wenige Tage nach der gescheiterten ersten Offerte bringen sich Bain Capital und Cinven wieder in Stellung.

Die beiden Finanzinvestoren erwägen, bei der Finanzaufsicht einen Antrag auf Befreiung von der einjährigen Sperrfrist zur Abgabe eines erneuten Übernahmeangebots zu stellen. Für die Stada-Aktien ging es um mehr als 2 Prozent nach oben.

Im DAX knüpften die Aktien der Deutschen Bank mit einem Plus von 1,86 Prozent an ihre jüngste Erholung an. Schlusslicht waren die zuletzt stark gefragten Anteilsscheine der Lufthansa. Sie fielen um etwas mehr als 1 Prozent.

Einsamer Spitzenreiter im TecDax waren die Papiere von Wirecard mit einem Plus von 7,09 Prozent auf 61,47 Euro. Bei 62,50 Euro hatten die Anteilscheine zuvor einen Rekord erreicht. Übernahmeinteresse aus der Branche am britischen Wettbewerber Worldpay sowie ein optimistischer Analystenkommentar des Investmenthauses Kepler Cheuvreux trieben die Papiere des Zahlungsabwicklers an.

Die Aktien von Grenke gewannen mehr als 5 Prozent und hatten damit im Kleinwerteindex SDax die Nase vorn. Der Leasingspezialist hatte sich optimistischere Wachstumsziele gesetzt.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA520 2017-07-04/18:18




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