Letztes Update am Mi, 05.07.2017 13:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Merkel will mit Hilfe von Xi bei G-20 noch „Klippen umschiffen“



Berlin/Peking (APA/dpa/AFP) - Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will auch mit Hilfe von China ein Scheitern des G-20-Gipfels in Hamburg vermeiden. Es stünden schwierige Verhandlungen bevor, sagte Merkel am Mittwoch nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping im Kanzleramt in Berlin.

„20 Staaten zusammenzubringen in all ihren Entwicklungen und ihren Vorstellungen ist nicht ganz einfach, aber die Troika arbeitet eng zusammen“, sagte Merkel. Xi sicherte ihr Unterstützung zu, damit der Gipfel in Hamburg positive Fortschritte machen könne.

Das G-20-Gastgeberland arbeitet stets eng mit dem vorhergehenden und dem nachfolgenden Gipfelausrichter zusammen, um die Kontinuität der Themen zu gewährleisten. China gehöre wie Argentinien zur Troika des Gipfels, sagte Merkel. „Deshalb glaube ich und hoffe ich, dass wir auch manche Klippe noch überwinden können, wenngleich ich noch nicht weiß, wie das endgültige Resultat aussehen wird.“ Das Treffen Merkels mit Xi diente auch der Vorbereitung des am Freitag in Hamburg beginnenden G-20-Treffens der großen Wirtschaftsmächte und der EU.

Xi betonte, die deutsch-chinesischen Beziehungen seien politisch, wirtschaftlich und beim Austausch zwischen den Gesellschaften „eine Erfolgsgeschichte“. Auf dieser Basis hoffe er auf eine neue Phase und weitere Vertiefung der Partnerschaft. Beide Länder wollten in den Bereichen Wirtschaft, Handel, Finanzwesen und Investitionen sowie beim Kampf gegen den Terrorismus stärker als bisher zusammenarbeiten. Dies gelte auch für Hochtechnologiebereiche wie die Luft- und Raumfahrt und die intelligente Fertigung im Wirtschaftsbereich.

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In einem Interview mit der „Zeit“ betonte Merkel die Bedeutung des G-20-Gipfels. „Es ist wahr, die Weltordnung ist im Wandel, und die Kräfteverhältnisse verschieben sich“. Aber dass der Gipfel stattfinde, sei „in einer Zeit, in der viel Sprachlosigkeit herrscht, schon ein Wert an sich“. „Ich habe die Aufgabe, als G-20-Präsidentin Einigungsmöglichkeiten zu erarbeiten und nicht dazu beizutragen, dass Gesprächslosigkeit herrscht“, so Merkel. Gleichzeitig dürften Differenzen nicht unter den Tisch gekehrt werden, das sei die Aufgabe, die es zu lösen gelte. Merkel forderte, dass „Europa seine Kräfte bündelt“.




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