Letztes Update am Mi, 05.07.2017 19:48

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Merkel und Südkoreas Präsident fordern schärfere Nordkorea-Sanktionen



Berlin/Pjöngjang (APA/Reuters) - Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Südkoreas Präsident Moon Jae-in fordern schärfere Sanktionen gegen Nordkorea. „Wir sehen, dass von Nordkorea eine große Gefahr für den Weltfrieden ausgeht“, sagte Merkel vor einem Treffen mit Moon am Mittwoch in Berlin. Das nordkoreanische Regime setze seine „völkerrechtswidrige Atom- und Raketenprogrammpolitik“ fort, kritisierte die Kanzlerin.

Jetzt gehe es darum, „wie wir den Druck aufrechterhalten können, wie wir die Sanktionen erhöhen können“, sagte Merkel. „Dies ist uns ein Herzensanliegen.“

Moon bezeichnete den nordkoreanischen Test einer Langstreckenrakete als große Drohung und Provokation. „Nordkorea sollte sofort aufhören. Dafür sollten wir intensive Sanktionsmöglichkeiten erarbeiten.“ Er kündigte an, dass er das Thema auf dem am Freitag in Hamburg beginnenden G-20-Gipfel der größten Industrie- und Schwellenländer ansprechen werde. Allerdings müsse der Konflikt friedlich gelöst werden.

Merkel betonte mit Blick auf die G-20-Diskussion, Südkorea und Deutschland seien sich einig, dass die Globalisierung nur gemeinsam gestaltet werden könne „und dass eine solche regelbasierte Weltordnung das Leitbild ist, dem auch die G-20 folgt“.

Das US-Verteidigungsministerium verurteilte inzwischen den Start der Rakete als Eskalation. Es habe sich um eine neuartige Rakete gehandelt, die „wir noch nicht gesehen haben“, sagte Pentagon-Sprecher Jeff Davis vor Journalisten. Das US-Militär sei aber in der Lage, die USA gegen die durch die Rakete „aufkeimende“ Bedrohung zu verteidigen.




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