Letztes Update am Mi, 05.07.2017 21:57

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Flüchtlinge - Offenbar rund 50 Tote bei Unglück im Mittelmeer



Madrid/Rabat (APA/AFP) - Auf der Überfahrt zwischen Marokko und Spanien sind offenbar dutzende Flüchtlinge ertrunken. Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) sprach am Mittwoch von einer „Tragödie“, nachdem ein halb gesunkenes Flüchtlingsboot am Dienstag geborgen wurde.

Nach Angaben der Hilfsorganisation Caminando Fronteras war das Boot am Samstag mit 52 Passagieren in Marokko gestartet - bei seiner Rettung am Dienstag waren nur noch drei Menschen an Bord.

Die Küstenwache suchte am Mittwoch weiter nach den 49 vermissten Passagieren. Offenbar seien die geretteten drei Insassen aus Mali und Gambia die einzigen Überlebenden, sagte Unterpräfekt Andrés Garcia Lorca aus der Provinz Almeria. Sie seien die einzigen gewesen, die eine Rettungsweste getragen hätten. Es werde sehr schwer werden, die Leichen der Vermissten zu finden.

Die Überlebenden berichteten, dass eine Welle das Schlauchboot umgekippt und die übrigen Passagiere über Bord gespült hatte. Das UNHCR sprach von der „schlimmsten Tragödie seit Jahrzehnten im spanischen Teil des Mittelmeeres“.

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Vor dem jüngsten Vorfall ertranken in diesem Jahr bereits 60 Flüchtlinge bei dem Versuch, nach Spanien zu gelangen. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) kamen zwischen dem 1. Jänner und dem 30. April mehr als 3300 Menschen über das Meer nach Spanien.




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