Letztes Update am Fr, 07.07.2017 00:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Irak - IS in Mosul auf schmalen Streifen am Tigris zurückgedrängt



Mosul (Mossul) (APA/Reuters) - Die Extremistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) ist Militärangaben zufolge in ihrer einstigen Hochburg Mosul auf ein kleines Gebiet am Fluss Tigris zurückgedrängt worden. Dort versuchten einige hundert Kämpfer verzweifelt, die angreifenden irakischen Einheiten abzuwehren, teilte ein hochrangiger Militärvertreter am Donnerstag mit.

Dazu setzten sie Selbstmordattentäter ein, die sich inmitten von Zivilisten in die Luft sprengten. Ein Vertreter der internationalen Koalition aufseiten des Irak sagte, das Gebiet unter Kontrolle des IS umfasse nicht mehr als 250 Quadratmeter.

Die irakische Armee rechnet damit, die letzte Stellung des IS in Mosul noch in dieser Woche zurückzuerobern. Sie hatten ihre Offensive vor mehr als acht Monaten begonnen. Dem IS diente die Metropole Mosul als faktische Hauptstadt im Irak.

Zuletzt konzentrierten sich die Kämpfe auf die engen Altstadt-Gassen rund um die Al-Nuri-Moschee, wo IS-Chef Abu Bakr al Baghdadi 2014 ein Kalifat ausgerufen hatte. Die Islamisten sprengten das Gebäude, nachdem die Einnahme durch irakische Einheiten absehbar war.

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