Letztes Update am Fr, 07.07.2017 10:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Wiener Börse (Eröffnung) - ATX am Vormittag etwas schwächer



Wien (APA) - Die Wiener Börse hat sich am Freitag im Frühhandel etwas schwächer präsentiert. Der ATX wurde gegen 9.45 Uhr mit 3.133,82 Punkten nach 3.151,42 Einheiten am Donnerstag errechnet, das ist ein Minus von 17,6 Punkten bzw. 0,56 Prozent.

Nach negativen Vorgaben von Übersee tendiert das gesamte europäische Umfeld im roten Bereich. Überraschend starke Produktionsdaten für Mai aus mehreren europäischen Ländern konnten keine Unterstützung liefern. So weiteten deutsche Unternehmen ihre Produktion im Mai überraschend kräftig aus. Industrie, Baubranche und Energieversorger erzeugten zusammen 1,2 Prozent mehr als im Vormonat. Das war bereits der fünfte Anstieg in Folge.

Auch Frankreichs Produktionswert lag über den Erwartungen. Dort wurde um 1,9 Prozent mehr hergestellt als im April. Die Daten zur Industrieproduktion in Spanien und Großbritannien überraschten ebenfalls positiv.

Die Anleger dürften auf die Veröffentlichung der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für Juni warten, von denen die US-Notenbank Fed ihre weitere Geldpolitik mit abhängig macht. Dabei sei vor allem die Entwicklung der Stundenlöhne für die heutige Tendenz entscheidend, schreiben Experten der Helaba.

Branchenseitig kamen die Finanzwerte von ihren Vortagesgewinnen wieder zurück. So verloren die Aktien der Erste Group 1,18 Prozent auf 35,03 Euro und die Papiere der Raiffeisen Bank International (RBI) fielen um 1,40 Prozent auf 22,54 Euro. Noch am Vorabend wurde der Börsengang der polnischen Raiffeisen-Tochter Polbank in Warschau verschoben. Die RBI hatte für die ausgelobten 15 Prozent des Bankkapitals der polnischen Tochter bis zum Ende der Zeichnungsfrist, Donnerstag, nicht genug Käufer gefunden.

Ebenfalls auf der Verliererseite standen die Aktien von Immofinanz mit einem Abschlag von 0,65 Prozent bei 1,98 Euro. Der österreichische Immobilienentwickler will in den nächsten zwei Jahren 80 Mio. Euro in den Umbau und die Neupositionierung von fünf Einkaufszentren investieren, die der Konzern in Moskau besitzt. Parallel zum Umbau wolle der heimische Konzern bis Ende 2017 sein russisches Portfolio in eine eigenständige Firmenstruktur auslagern, was der Immofinanz-Manager Dietmar Reindl gegenüber russischen Medien mit einer „spezifischen Marketingpolitik und Risiken des russischen Marktes“ begründete.

An die Spitze des ATX kletterten die Papiere von Verbund mit einem Plus von 1,38 Prozent bei 16,94 Euro, gefolgt von Mayr-Melnhof mit plus 1,21 Prozent bei 117,45 Euro.

Der ATX Prime notierte bei 1.579,61 Zählern und damit um 0,52 Prozent oder 8,32 Punkte tiefer. Im prime market zeigten sich zehn Titel mit höheren Kursen, 25 mit tieferen und einer unverändert. In drei Aktien kam es bisher zu keiner Kursbildung. Bis 9.45 Uhr wurden im prime market insgesamt 518.464 (Vortag: 509.984) Stück Aktien in Einfachzählung mit einem Kurswert von 8,14 (9,17) Mio. Euro (Doppelzählung) gehandelt.

~ ISIN AT0000999982 ~ APA124 2017-07-07/10:07




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