Letztes Update am Fr, 07.07.2017 11:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Leitbörsen in Fernost schließen mehrheitlich tiefer



Tokio (APA) - Asiens Aktienmärkte sind am Freitag der Wall Street und den europäischen Börsen mehrheitlich ins Minus gefolgt. Die Anleger zeigten sich vorsichtig vor der Veröffentlichung der offiziellen US-Arbeitsmarktdaten für Juni, von denen die US-Notenbank Fed ihre weitere Geldpolitik mit abhängig macht.

Auch bei der Europäischen Zentralbank steht aktuell die Frage im Raum, wann sie die geldpolitischen Zügel wieder anzieht. Die Geldflut der Notenbanken treibt seit Jahren die Aktienmärkte rund um den Globus.

Ohnehin stehen die asiatischen Börsen unter Druck, nachdem sich die politischen Spannungen in der Region verschärft hatten. Nordkorea hatte diese Woche eine Interkontinentalrakete getestet.

Der Nikkei-225 Index in Tokio fiel um 0,32 Prozent auf 19.929,09 Punkte. Der Hang Seng Index in Hongkong gab um 0,49 Prozent auf 25.340,85 Einheiten. Der Shanghai Composite gewann hingegen leicht um 0,17 Prozent auf 3.217,96 Punkte.

Der Sensex 30 in Mumbai tendierte zuletzt bei 31.399,20 Zählern mit plus 0,10 Prozent nur wenig verändert. Der All Ordinaries Index in Sydney fiel deutlich um 0,92 Prozent auf 5.743,90 Einheiten.

Zu den Werten, die sich noch gut halten konnten, gehörte Samsung: Der Technologiekonzern hat im zweiten Quartal operativ so viel verdient wie noch nie. Grund dafür ist die starke Nachfrage nach Speicherchips der Südkoreaner. Die Aktie verlor dennoch 0,4 Prozent an Wert.

Unter den Einzelwerten in Tokio mussten Canon ein Minus von 3,77 Prozent verbuchen. Panasonic schwächten sich um 2,66 Prozent ab. Nach dem Kursrutsch bei Staatsanleihen vieler Länder wie Deutschland und den USA, versucht die japanische Notenbank (BoJ) die Rendite im heimischen Markt unter Kontrolle zu halten. Die Währungshüter kündigten am Freitag erstmals seit Februar an, unbegrenzt japanische Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit zu einem bestimmten Preis zurückzukaufen.

Das Signal kam an den Märkten gut an, auch wenn zu dem von der Notenbank aufgerufenen Kurs keine Papiere angeboten wurden. Die Kurse gingen dennoch nach oben und die Rendite sackte nach dem starken Anstieg der vergangenen Tage wieder etwas ab.




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