Letztes Update am Fr, 07.07.2017 13:00

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Fußball: 1:1 als Warnschuss für Altach - Verstärkung soll kommen



Altach (APA) - Fußball-Bundesligist SCR Altach hat sich in die zweite Runde der Europa-League-Qualifikation gezittert. Die Vorstellung beim 1:1 (1:0) am Donnerstag zu Hause gegen Tschichura Satschchere offenbarte etwas mehr als zwei Wochen vor Ligastart noch einiges an Verbesserungsbedarf. Auch der Kader ist noch nicht komplett. Die Vorarlberger haben vor allem einen neuen Stürmer auf der Wunschliste.

„Wir brauchen vorne noch wen“, meinte Trainer Klaus Schmidt nach seinem zweiten Pflichtspiel im Amt. Die durch den frühen Europacup-Start enorm kurze Vorbereitungszeit von nur zweieinhalb Wochen hat Spuren hinterlassen. Schmidt: „Wir sehen, dass wir körperlich noch nicht so weit sind. Wir werden auf der einen oder anderen Position noch Verstärkung brauchen, sonst wird die Suppe dünn.“

Das hat auch Sportdirektor Georg Zellhofer erkannt. Mit Neuerwerbung Stefan Nutz, der gegen Satschchere mit einem direkten Eckball traf, habe man zwar einen Mann, der Pässe in die Tiefe spielen kann. „Aber wir haben keinen Spieler, der in die Tiefe gehen kann“, erklärte Zellhofer. „Da werden wir versuchen, noch einen zu verpflichten.“

Offensivmann Nicolas Ngamaleu aus Kamerun befindet sich nach dem Confederations Cup in Russland noch eine Woche auf Urlaub. Auch seine Kollegen haben im physischen Bereich noch etwas aufzuholen. „Nach zweieinhalb Wochen Training hat man gemerkt, dass wir körperlich noch nicht auf 100 Prozent sind“, sagte Zellhofer.

Die kommenden Wochen werden anstrengend genug. Bereits am Donnerstag wartet das Zweitrunden-Heimspiel der EL-Qualifikation gegen Dinamo Brest. Eine Woche später geht es beim weißrussischen Cupsieger um den Aufstieg. Dazwischen steigt am Sonntag (16. Juli, 11.00 Uhr) eine Cup-Matinee beim Lokalrivalen FC Dornbirn. Zum Ligastart empfangen die Altacher am 23. Juli in einem Duell zweier Europacup-Teilnehmer Vizemeister Austria Wien.

Bis dahin will Schmidt mit seiner Mannschaft einen Schritt weiter sein. „Wir werden es analysieren und abhaken“, sagte der Neo-Coach über den vor allem in der zweiten Hälfte schwachen Auftritt gegen Georgiens Vizemeister. Der Steirer will den Blick aber nach vorne richten: „Wenn man sich zu sehr damit auseinandersetzt, verlieren wir den Fokus auf die nächste Runde.“

Gegen Brest hofft Schmidt auf eine volle Cashpoint-Arena. „Für uns ist das etwas Besonderes“, betonte der Altach-Coach. Ab der dritten Quali-Runde müssten die Vorarlberger wieder nach Innsbruck ausweichen, weil die UEFA zumindest 4.500 Sitzplätze fordert. Zur Europacup-Premiere waren am Donnerstag 3.335 Zuschauer ins Schnabelholz gekommen.

Darunter befand sich mit Wladimir Schurawel auch der Trainer des nächsten Gegners. „Brest ist eine sehr schwere Nuss“, meinte Zellhofer. Auch wenn der Cupsieger in der weißrussischen Ganzjahresmeisterschaft derzeit nur auf Rang zehn liegt. Schmidt sieht die Begegnungen auch noch ein wenig als Teil der Vorbereitung: „Wir haben noch zwei Spiele, wo wir weiterkommen wollen, aber uns auch finden wollen.“

Im Lostopf für die dritte Quali-Runde befinden sich die Altacher auf jeden Fall. Die nächste Phase wird bereits am 14. Juli - also zwischen Hin- und Rückspiel der zweiten Runde - ausgelost. Vertreten ist auch der Ligadritte Sturm Graz, der nächste Woche gegen Mladost Podgorica in die Europacup-Saison startet. Dazu kommt als für die dritte Runde gesetztes Team die Wiener Austria.




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