Letztes Update am Fr, 07.07.2017 13:21

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


NR-Wahl: NÖ ÖVP bietet 84 Wahlkreiskandidaten auf



St. Pölten/Wien (APA) - 100 Tage vor der Nationalratswahl hat die NÖ Volkspartei am Freitag in St. Pölten die von ihrem Vorstand einstimmig nominierten 84 Wahlkreiskandidaten vorgestellt. Landesparteichefin LH Johanna Mikl-Leitner kündigte die Präsentation der Landesliste für Mitte August sowie einen kurzen Wahlkampf ab Mitte September an und betonte, dass Sebastian Kurz „alle Freiheiten“ habe.

Bei der vergangenen NR-Wahl habe die ÖVP NÖ neun von elf Mandaten über die Wahlkreise erreicht, deren Kandidaten bekamen 2013 insgesamt 130.000 Vorzugsstimmen - „mehr als SPÖ, FPÖ und Grüne zusammen“, sagte Mikl-Leitner. Es gelte: Eine Stimme sei ein Punkt, es gebe keinerlei Bonus zum Beispiel für weiter vorne Gereihte. Mit diesem System entscheide allein der Wähler, wer in der VP-NÖ ein Wahlkreismandat erhalte.

In sieben Wahlkreisen finden sich je zwölf Kandidaten auf der Liste - viele Neue, viele Junge, aus vielen Berufen, was für Mikl-Leitner die Breite der Landespartei signalisiere. Die jüngste Kandidatin sei 19, der älteste 70, das Durchschnittsalter beträgt 40 Jahre. 62 Kandidaten treten erstmals bei einer Wahl an, 24 haben bisher noch keine politische Funktion, andererseits bekleiden zehn in ihrer Gemeinde das Amt des Bürgermeisters. Die Kandidaten sollen mittels Foldern, Inseraten und Plakaten vorgestellt werden.

Mikl-Leitner verwies auch auf die Einhaltung des geschlechterbezogenen Reißverschlusssystems, dementsprechend werden vier Wahlkreise von Frauen angeführt. Dies sind die Abg. Eva-Maria Himmelbauer (Weinviertel) und Martina Diesner-Wais (Waldviertel), Carmen Jeitler-Cincelli (Thermenregion) sowie Angela Baumgartner (NÖ Ost). Die weiteren Listenersten sind die Abgeordneten Johann Rädler (NÖ Süd), Johann Höfinger (NÖ Mitte) und Georg Strasser (Mostviertel).

Die Landespartei werde sich mit ihrer ganzen Organisationskraft für die „Liste Sebastian Kurz - die neue Volkspartei“ einsetzen. Die Landeshauptfrau betonte aber auch, das „neue Miteinander“ während der Wahlauseinandersetzung fortführen zu wollen. Und: „Ich möchte nicht, dass der Streit von der Bundesebene ins Land getragen wird.“

~ WEB http://www.oevp.at ~ APA318 2017-07-07/13:18




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