Letztes Update am Fr, 07.07.2017 14:24

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


G-20 - Gründe für Protest: Von Armut bis Klimawandel



Hamburg (APA/dpa) - Die Gründe für Demonstrationen gegen den G-20-Gipfel in der norddeutschen Stadt Hamburg sind so vielfältig wie die Teilnehmer der Kundgebungen. Die Argumente, das Treffen der Wirtschaftsmächte abzulehnen, reichen von extremer Kapitalismuskritik bis hin zur Verteidigung der Demokratie. Rund um den Gipfel hatten G-20-Gegner und -Befürworter rund 30 Kundgebungen angekündigt. Die Themen:

- DEMOKRATIE: Das von Vertretern der Hamburger Gesellschaft getragene Bündnis „Hamburg zeigt Haltung“ lehnt das G-20-Treffen nicht grundsätzlich ab, pocht aber auf die Verteidigung demokratischer Werte.

- PRESSE- UND MEINUNGSFREIHEIT: Der Hamburger Verlag Gruner + Jahr hat eine Kampagne für Presse- und Meinungsfreiheit gestartet: „#FightForOurWrite“.

- ARMUT und UNGLEICHHEIT: Musikstars wie Coldplay, Shakira, Ellie Goulding und Herbert Grönemeyer gaben am Donnerstag ein Konzert, um das internationale, gemeinnützige Projekt „Global Citizen“ zu unterstützen. Es setzt sich ein gegen HUNGERSNÖTE, für weltweit bessere UNGSCHANCEN, mehr GLEICHBERECHTIGUNG und ZUGANG zu WASSER und GESUNDHEITSVERSORGUNG. Solche Forderungen hat auch die internationale Zivilgesellschaft (C20) aufgestellt.

- KLIMASCHUTZ: Der zivilgesellschaftliche Zusammenschluss C20, Umweltschutz- und Hilfsorganisation wie Greenpeace und Misereor fordern von der G-20 ein starkes Zeichen für Klimaschutz und Kohleausstieg.

- ALTERNATIVES HANDELN: Bei einem G-20-Alternativgipfel, organisiert von 75 gesellschaftspolitischen Initiativen, wurden ein fairer Umbau der Wirtschaft, die Loslösung von reinen Finanzinteressen und mehr globale Gerechtigkeit gefordert. Die Entwicklungsorganisation Oxfam verlangt Maßnahmen gegen Steuerflucht.

- GESELLSCHAFTLICHE ORDNUNG: Gewaltorientierte Linksextremisten haben nach Einschätzung des Verfassungsschutzes kein einheitliches ideologisches Weltbild. Sie lehnen den Kapitalismus ab und streben eine herrschaftsfreie Gesellschaft an. Postautonome wie die interventionistische Linke streben langfristig eine Revolution in Form einer Transformation des bestehenden Systems an.




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