Letztes Update am Fr, 07.07.2017 17:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Gut 90.000 Asylsuchende im ersten Halbjahr in Deutschland



Berlin (APA/dpa) - Im ersten Halbjahr 2017 haben die Behörden 90.389 neue Asylsuchende in Deutschland registriert. Das teilte das deutsche Innenministerium am Freitag in Berlin mit. Im ersten Halbjahr 2016 waren es noch mehr als doppelt so viele. Seit der Schließung der Balkan-Route und dem Flüchtlingsdeal zwischen der EU und der Türkei ist die Zahl der Schutzsuchenden, die es bis nach Deutschland schaffen, stark gesunken.

Im Rekordjahr 2015 waren 890.000 Flüchtlinge nach Deutschland gekommen, im vergangenen Jahr noch 280.000. Die Abarbeitung der vielen Asylanträge kam beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BF) trotz des Rückgangs aber nur schleppend voran. Die Behörde war mit gut 430.000 unerledigten Verfahren ins Jahr 2017 gestartet. Inzwischen liegt die Zahl bei gut 146.000.

Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere (CDU) sagte, das Bundesamt habe im ersten Halbjahr so viele Asyl-Entscheidungen getroffen wie nie zuvor innerhalb von sechs Monaten. Das sei eine beachtliche Leistung. Im ersten Halbjahr 2017 waren die Hauptherkunftsländer der Asylsuchenden weiter Syrien, Irak und Afghanistan, gefolgt von Eritrea und dem Iran.

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