Letztes Update am Fr, 07.07.2017 18:51

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Mutmaßlicher russischer Spion in Litauen zu Haftstrafe verurteilt



Vilnius/Moskau (APA/dpa) - In Litauen ist ein Russe wegen angeblicher Spionage zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Bei dem Verurteilten handelt es sich um einen Offizier des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB, wie ein Gericht in der Hauptstadt Vilnius am Freitag mitteilte.

Der 40-jährige Mann war 2015 festgenommen worden. Er soll seine wahre Identität mit Hilfe gefälschter Dokumente verborgen haben und mehrmals illegal in das baltische EU- und NATO-Land eingereist sein.

Der Angeklagte äußerte sich Berichten zufolge nicht zu Vorwürfen. Die russische Agentur Tass schrieb, die Botschaft in Vilnius beschäftige sich intensiv mit dem Fall.

Nach früheren Angaben der Sicherheitsbehörden soll der Russe versucht haben, Beamte des litauischen Personenschutzes anzuwerben, um Abhörgeräte im Amtssitz und der Residenz von Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite anzubringen. Weder die Richter noch der Staatsanwalt äußerten sich bei der Urteilsverkündung zu den Umständen.




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