Letztes Update am Fr, 07.07.2017 19:03

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zürcher Börse schließt knapp behauptet



Zürich (APA/dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat sich am Freitag kaum von der Stelle gerührt und den Anlegern nach en drei schwachen Handelstagen einen versöhnlichen Wochenausklang gebracht. Die Stimmung bezeichnete ein Händler jedoch als angespannt, im Zuge des starken Renditeanstiegs der vergangenen Tage und der Spannungen um Nordkorea habe sich die Stimmung eingetrübt. In der Schweiz lasteten vor allem die Schwergewichte Nestlé und Roche auf dem Gesamtmarkt, während zyklische Titel und Finanzwerte gefragt waren.

Die deutlichsten Bewegungen vollzog der Leitindex SMI in den ersten Handelsstunden. Nach negativen Vorgaben aus Übersee war er am Morgen zunächst etwas deutlicher unter Druck gekommen, rappelte sich aber auf und schaffte sogar kurzzeitig ein kleines Plus. Am Nachmittag blieb frischer Wind aus. Die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten gaben ein gemischtes Bild ab. Die Beschäftigtenzahl stieg im Juni zwar deutlich stärker als erwartet, für Enttäuschung sorgte aber die Lohnentwicklung.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss am Freitag 0,04 Prozent tiefer bei 8.883,27 Punkten. Auf Wochensicht resultiert nach dem starken Anstieg am Montag und dem anschließenden Kursrückgang ein Verlust von 0,3 Prozent. Der 30 Aktien umfassende Swiss Leader Index (SLI), in dem die größten Titel nicht mit der ganzen Gewichtung enthalten sind, legte dagegen um 0,22 Prozent auf 1.413,22 Zähler zu, und der breite Swiss Performance Index (SPI) stieg um 0,10 Prozent auf 10.110,24 Punkte.

Ein relativ starker Lauf gelang Swatch (+1,7 Prozent) und Vifor (+1,6 Prozent). Die Titel des Uhrenherstellers hätten sich in den vergangenen Wochen schlecht entwickelt, hieß es dazu im Handel. Beim Pharmakonzern Vifor wurde auf das große Nachholpotenzial verwiesen. Die Aktie hat seit Jahresbeginn deutlich an Wert eingebüßt, während sich der Gesamtmarkt klar nach oben bewegte.

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Erneut überdurchschnittlich schnitten die Aktien der Credit Suisse (+0,7 Prozent) ab, die auch auf Wochensicht um rund 5 Prozent vorrückten. Die Großbank sei auf gutem Weg zu einem besseren Geschäftsmodell, hieß es in einem Kommentar von Kepler Cheuvreux. Die Titel der Rivalin UBS legten um 0,8 Prozent zu und entwickelten sich auf Wochensicht ähnlich stark wie die der Credit Suisse. In der Vorwoche hatten beide Titel bereits um 4 Prozent zugelegt - laut Händlern dank des Banken-Stresstests in den USA, der den Aktien der Branche weltweit Rückenwind gegeben habe.

Eine Stütze waren Novartis (+0,3 Prozent) nach dem schwachen Vortag. Die anderen beiden Indexschwergewichte Roche (-0,6 Prozent) und Nestlé (-0,5 Prozent) fielen hingegen zurück. Die Genussscheine des Pharmakonzerns Roche wurden von einer Herabstufung der Deutschen Bank von „Buy“ auf „Hold“ belastet. Die Analysten begründeten den Schritt mit dem mittlerweile fein ausbalancierten Chance-Risiko-Verhältnis. Zudem sei das Tempo in der Krebs-Forschung zuletzt deutlich gestiegen sei.

Konkrete Gründe für die Kursverluste bei Nestlé waren dagegen nicht auszumachen. Die Titel des Nahrungsmittelherstellers entwickelten sich auch auf Wochensicht unterdurchschnittlich und gaben die Gewinne der Vorwoche wieder ab, als ihr Kurs infolge des Einstiegs eines aktivistischen Investors auf den höchsten Stand seiner Geschichte gestiegen war.

~ ISIN CH0009980894 ~ APA532 2017-07-07/19:01




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