Letztes Update am Fr, 07.07.2017 19:12

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


G-20 - Demonstranten versuchten Elbphilharmonie zu blockieren



Hamburg (APA/dpa) - Tausende G-20-Gegner haben am Freitag versucht, zur abgesperrten Elbphilharmonie in Hamburg vorzudringen, wo sich am Abend die G-20-Gipfelteilnehmer zu einem Konzert treffen wollten. In der Umgebung der Landungsbrücken etwa 1,7 Kilometer Fußweg von der Elbphilharmonie entfernt kam es zu Straßenschlachten. Die Polizei sprach von etwa 6.000 Demonstranten.

Die Polizei setzte wieder Wasserwerfer ein, um die Ausschreitungen an den Landesbrücken unter Kontrolle zu bringen. Flaschen und Steine flogen aus Demonstrantengruppen auf Beamte. Die Polizei meldete auch „massiven Bewurf mit Gegenständen“ in der Umgebung.

Auf dem Wasser fuhren Greenpeace-Aktivisten mit Schnellbooten auf die Elbphilharmonie zu. Etwa 15 Boote näherten sich der Sperre auf der Elbe mit hoher Geschwindigkeit. Mehrere Aktivisten sprangen rund 200 Meter vor der Elbphilharmonie ins Wasser. Dort wurden sie von der Wasserpolizei aus der Elbe geholt.

Auf der Flucht vor der Polizei hatten sich am frühen Freitagmorgen elf Anti-G-20-Demonstranten schwer verletzt. Wie die Feuerwehr mitteilte, stürzten sie bei dem Versuch, mit einer größeren Gruppe in Hamburg-Bahrenfeld über eine Mauer mit Absperrgitter zu klettern, aus etwa vier Metern Höhe ab, weil das Absperrgitter unter der Last zusammenbrach.

Nach den langen Staus am Vortag in einigen Stadtteilen forderte die Polizei die Autofahrer am Freitag auf, ihre Wagen stehen zu lassen. „Aufgrund der derzeitigen Krawalle empfehlen wir, nicht mit dem Fahrzeug in die Innenstadt zu fahren.“ Aber auch im S- und U-Bahn-Verkehr kam es zu Störungen.




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