Letztes Update am Fr, 07.07.2017 20:06

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Frankfurter Börse



Frankfurt am Main (APA/dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Freitag nach den jüngsten Kursverlusten nur bedingt aus der Deckung gewagt. Eine überraschend gute Entwicklung des US-Arbeitsmarktes lieferte keine größeren Impulse. Der DAX schloss bei 12.388,68 Punkten und damit 0,06 Prozent über seinem Vortagesschluss. Auf Wochensicht bedeutete das einen Anstieg um rund ein halbes Prozent nach minus 3,2 Prozent in der Woche davor.

Der MDAX der mittelgroßen Unternehmen gewann zum Wochenschluss 0,07 Prozent auf 24.573,28 Zähler. Für den Technologiewerte-Index TecDAX ging es um 0,29 Prozent auf 2.220,04 Punkte nach oben.

Sorgen um eine straffere Geldpolitik der Notenbanken, politische Spannungen rund um das Thema Nordkorea sowie Bedenken in puncto des Bewertungsniveau nach dem starken Lauf im ersten Halbjahr hatten die Börsen jüngst belastet. Experten sprechen von einem normalen Rückschlag, der nach besonders starken Phasen normal ist.

Grundsätzlich blieben die Anleger nach dem jüngsten Anstieg der Renditen am deutschen Anleihemarkt aber schon nervös, erklärte Marktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research. Nachdem die Aktienrally der letzten Jahre auch dem Billiggeld der Notenbanken geschuldet ist, könnte der Markt steigende Zinsen nicht unbedingt gebrauchen.

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Zunehmende Skepsis von Analysten lastete auch zum Wochenschluss auf den Aktien des Medienkonzerns ProSiebenSat.1, die ihre jüngsten Verluste ausweiteten. Sie büßten als Schlusslicht im DAX mehr als 2 Prozent ein. Nach ähnlichen Kommentaren anderer Experten äußerte sich nun auch Analyst Charles Bedouelle von der französischen Bank Exane BNP Paribas vorsichtig mit Blick auf das TV-Werbegeschäft.

Gefragt waren hingegen europaweit Aktien von Versorgern. Für die Anteilsscheine des Energiekonzerns RWE ging es an der DAX-Spitze um 2,77 Prozent an oben. Dahinter folgten E.ON mit einem Plus von etwas mehr als 2 Prozent. Im MDAX gewannen Innogy-Papiere 2,71 Prozent. Energieunternehmen könnten laut der Investmentbank Goldman Sachs von fortgesetzten Restrukturierungen und weniger komplexen Strukturen profitieren.

Bei den Aktionären des Arzneimittelherstellers Stada sorgen Übernahmebestrebungen weiter für Aufmerksamkeit. Der aktivistische Hedgefonds Elliott des umtriebigen Investors Paul Singer schaltet sich Kreisen zufolge in das Gerangel um den Bad Vilbeler Konzern ein und habe bereits Stada-Anteile gekauft, hieß es. Demzufolge schwebe Elliott vor, seine Aktien einem interessierten Konsortium anzubieten, sollte ein neuer Übernahmeversuch gestartet werden. Die Stada-Papiere zogen um rund zweieinhalb Prozent an.

An der MDAX-Spitze kamen die Papiere von Osram wieder in Schwung und stiegen um 3,67 Prozent. Der Beleuchtungskonzern sei eine Erfolgsstory, schrieb Analyst Michael Hagmann von der Bank HSBC.

Die Papiere von Deutz brachen am Ende des Kleinwerteindex SDAX um knapp 13 Prozent ein. Der schwedische Nutzfahrzeughersteller Volvo und bisherige Großaktionär stieg bei dem Motorenbauer aus. Von Deutz hieß es, Volvo habe versichert, dass Deutz weiterhin ein wichtiger Lieferant bleibe.

~ ISIN DE0008469008 ~ APA560 2017-07-07/20:04




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