Letztes Update am Fr, 07.07.2017 21:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Munition der kolumbianischen Farc-Guerilla wird zerstört



Bogota (APA/dpa) - Nachdem die linke Guerillaorganisation Farc ihre Waffen niedergelegt hat, wird die Munition der größten Rebellengruppe des Landes unschädlich gemacht. „In den 26 Übergangszonen ist mit der Zerstörung der registrierten und eingelagerten Munition begonnen worden“, sagte am Freitag der Chef der UN-Militärbeobachtermission, General Javier Perez.

Zunächst würden 7476 Antipersonenminen, Handgranaten, großkalibrige Munition und Sprengstoff sowie 987.807 Schuss kleinkalibrige Munition unschädlich gemacht. Zudem sollen 660 Waffen- und Munitionslager der Farc im ganzen Land geräumt werden.

Nach dem mehr als ein halbes Jahrhundert dauernden Konflikt hatten die Farc und die kolumbianische Regierung im vergangenen Jahr ein Friedensabkommen geschlossen. Bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften, linken Rebellen und rechten Paramilitärs kamen in Kolumbien seit Mitte der 1960er-Jahre mehr als 220.000 Menschen ums Leben. Die Farc will sich künftig als politische Bewegung für ihre Ziele wie eine gerechtere Landverteilung einsetzen.




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