Letztes Update am Sa, 08.07.2017 17:27

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


G-20 - Merkel trifft Einsatzkräfte nach Krawallen beim Gipfel



Hamburg (APA/AFP/dpa) - Nach dem von massiven gewalttätigen Ausschreitungen begleiteten G-20-Gipfel in Hamburg hat die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel Vertreter der Einsatzkräfte getroffen. An der Begegnung im Anschluss an den Gipfel am Samstag nahm auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz teil.

Während des G-20-Gipfels kam es seit Donnerstag zu massiven Ausschreitungen und schweren Sachbeschädigungen. Randalierer zündeten Autos an, beschädigten und plünderten Geschäfte und bewarfen Polizisten mit Böllern, Steinen und Flaschen. Mehr als 200 Beamte, darunter drei österreichische Polizisten, wurden verletzt, es gab rund 260 Fest- und Ingewahrsamnahmen.

Am Freitagabend war die Lage im Hamburger Schanzenviertel extrem eskaliert. Polizisten gingen unter dem Schutz von Spezialeinheiten gegen rund 1500 militante Autonome vor. Merkel hatte zuvor in ihrer Abschluss-Pressekonferenz die Arbeit der Einsatzkräfte gelobt und die Gewalt scharf verurteilt. Außerdem stellte sie Entschädigungen für die Opfer von Gewalt und die entstandenen Schäden in Aussicht.

Die Ergebnisse des Treffens seien nur möglich gewesen, weil eine große Zahl von Polizisten und anderen Einsatzkräften das Treffen gesichert hätten, betonte die Kanzlerin. „Sie hatten eine sehr schwierige Aufgabe, diesen Gipfel zu schützen und gleichzeitig auch das Recht auf friedliche Demonstrationen zu gewährleisten. Beides haben sie getan.“

Merkel verteidigte den Austragungsort Hamburg. Der Gipfelort sei gemeinsam mit den Sicherheitsbehörden und der Hansestadt ausgewählt worden, sagte Merkel. „Die Polizisten haben ihr Bestes gegeben.“ Die Polizei habe ihre Aufgabe mit großem Einsatz gelöst. Es sei „schlimme Gewalt sichtbar“ geworden, betonte die Kanzlerin.




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