Letztes Update am Sa, 08.07.2017 18:09

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


G-20 - New Yorker Bürgermeister bietet seine Stadt für alle Gipfel an



Hamburg (APA/AFP) - Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio hat seine Stadt als Austragungsort für alle künftigen G-20-Gipfel angeboten. „Wir hätten damit kein Problem“, sagte er den Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) laut Vorabmeldung vom Samstag mit Blick auf die schweren Ausschreitungen während des G-20-Gipfels in Hamburg.

Die US-Metropole habe bereits die Generaldebatte der UNO-Vollversammlung und einen Papst-Besuch „parallel gemanagt“, hob de Blasio hervor. „Und die New Yorker Polizei ist die beste der Welt.“ Die Entscheidung über eine Dauereinladung der großen Industrie- und Schwellenländer zum Gipfel in New York fälle aber „natürlich die Regierung in Washington“. Der deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hatte zuvor vorgeschlagen, die jährlichen Treffen der Staats- und Regierungschefs der G-20 am Sitz der Vereinten Nationen in New York abzuhalten.

De Blasio verteidigte das Gipfelformat im Gespräch mit den RND-Zeitungen. „Die G-20 sind trotz aller Kritik eine sinnvolle Gesprächsrunde“, sagte der New Yorker Bürgermeister. „Sie sollten weitergeführt werden.“ Der „wahre gesellschaftliche Wandel“ wie etwa Initiativen für den Klimaschutz komme aber nicht von den Regierungen, sondern „von den Städten und den einzelnen Bürgern“, sagte der demokratische Politiker dem Bericht zufolge bei einer Demonstration in Hamburg.

Der zweitägige G-20-Gipfel hatte sich bis Samstag mit Themen wie Klimaschutz und Handel befasst. Bereits seit Donnerstag gab es in Hamburg massive Ausschreitungen und schwere Sachbeschädigungen. Randalierer zündeten Autos an, beschädigten und plünderten Geschäfte und bewarfen Polizisten mit Böllern, Steinen und Flaschen.

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