Letztes Update am So, 08.10.2017 13:40

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Zahl der Flüchtlinge über Niger nach Libyen um 35 Prozent gesunken



Rom (APA) - Die Zahl der Flüchtlinge, die über Niger nach Libyen kommen, ist in den letzten Monaten um 35 Prozent gesunken. „Dieser Rückgang ist sehr wichtig. Man muss verhindern, dass Libyen zu einem Flaschenhals wird“, berichtete der italienische Innenminister Marco Minniti nach Medienangaben vom Sonntag.

Minniti hob die positiven Resultate der Kooperation zwischen Italien und Libyen hervor. Die libysche Küstenwache, deren Personal Italien zurzeit ausbildet, habe in den letzten Monaten 16.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. „Italien hat begonnen, in Libyen aktiv zu werden und Europa folgt unserem Beispiel“, meinte Minniti.

Der Innenminister erklärte, sein Ziel sei die Schließung großer Flüchtlingslager in Italien und die Verteilung der Migranten auf kleinere Einrichtungen. Nur so könne die Integration auf lokaler Ebene besser gefördert werden. Italien versorgt zurzeit circa 200.000 Migranten.

Minniti warnte vor der Gefahr, dass sich IS-Kämpfer unter Migranten mischen könnten, die nach Europa reisen. „Für den ‚Islamischen Staat‘ (IS) haben circa 30.000 Menschen aus 100 Ländern gekämpft, es handelt sich um die größte ausländische Legion in der Geschichte. Viele Kämpfer sind gestorben, viele werden jedoch in ihre Herkunftsländer in Europa und in Afrika zurückkehren wollen. Nordafrika darf aber nicht zur IS-Plattform werden“, warnte Minniti.




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