Letztes Update am Mo, 09.10.2017 11:45

APAOnlineticker / Tiroler Tageszeitung Onlineausgabe


Chemiefirma AlzChem schafft es durch die Hintertür an die Börse



München (APA/Reuters) - Die bayerische Spezialchemiefirma AlzChem hat nach dem gescheiterten Börsengang durch die Hintertür doch noch Zugang zum Aktienmarkt gefunden. Seit Montag sind knapp 102 Millionen AlzChem-Aktien im streng regulierten Prime Standard der Frankfurter Börse notiert.

Die Eigentümer des Unternehmens aus dem oberbayerischen Trostberg um die Finanzinvestoren Martin Vorderwülbecke und Peter Löw haben AlzChem in den leeren Börsenmantel der Softmatic AG eingebracht, der ihnen bereits gehörte. Mit einem Aktienkurs von 2,42 Euro wird AlzChem mit knapp 250 Mio. Euro bewertet.

Löw und Vorderwülbecke hatten 2009 für das Unternehmen 79 Mio. Euro an Evonik gezahlt. Beim geplanten Börsengang im Februar war ihnen ein Börsenwert von bis zu 350 Mio. Euro vorgeschwebt, sie hatten dafür aber zu wenige Käufer gefunden. AlzChem ist bisher vor allem als Dünger-Produzent („Perlka“) bekannt, will aber verstärkt ins Geschäft mit Tierfutter- und Nahrungsmittel-Zusatzstoffen vordringen.




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