Letztes Update am Mo, 09.10.2017 11:58

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EU-Acrylamid-Verordnung angenommen - Rupprechter dagegen



Die umstrittene EU-Verordnung zu Acrylamid ist von den EU-Staaten angenommen worden, Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter stimmte am Montag gegen den Beschluss. „Ich habe klar gemacht, dass Österreich gegen den Beschluss ist“, sagte Rupprechter am Montag gegenüber der APA. Der EU-Ministerrat als solcher habe aber beschlossen, keinen Einspruch gegen die Verordnung zu erheben.

Rupprechter (ÖVP) begründete seine Position mit einer „Überregulierungswut“ der EU-Kommission in dieser Angelegenheit. Die EU-Kommission will das krebserregende Acrylamid, das beim Frittieren oder Braten bei hohen Temperaturen in Lebensmitteln entsteht, eindämmen. Die Kommission sollte sich um die großen Dinge kümmern, und nicht darum, wie lange Pommes frites in Wasser eingelegt werden müssten oder wie mit Schablonen die Farbe der „Fritten“ kontrolliert werde, sagte Rupprechter.

Rupprechter räumte ein, dass die Verordnung nun in Kraft treten werde, voraussichtlich im Frühjahr 2018. Österreich überlege, ob es die Acrylamid-Verodnung nicht umsetze und es auf ein Vertragsverletzungsverfahren der EU-Kommission ankommen lasse.

Angesprochen darauf, dass Österreich im Juli für die Verordnung gestimmt habe, sagte Rupprechter, das Gesundheitsressort habe hier „eine nicht akkordierte Position vertreten“. Er habe seinen Einspruch mit dem Außenamt abgesprochen. Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) sei für ihn nicht erreichbar gewesen.




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