Letztes Update am Mo, 09.10.2017 13:53

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Metaller-KV: Angleichung Arbeiter/Angestellte ein Thema



Am Montagnachmittag gehen die knapp 130.000 Beschäftigten der Metalltechnischen Industrie in die zweite Runde ihrer Kollektivvertragsverhandlungen. Am Tisch liegt die Forderung nach 4 Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie einer bessere Bezahlung von Dienstreisen und Lehrlingen. Die Arbeitgeber sagten heute, dass sie auch über die Auswirkungen der Angleichung Arbeiter/Angestellte sprechen wollen.

Der Vorsatz, heuer ausnahmsweise die Normalarbeitszeit einzuhalten und nach neun Stunden zu vertagen, wackelt bereits. Im Vorjahr einigten sich die Verhandler in der 4. Verhandlungsrunde, nach einer 16-stündigen Nachtsitzung.

Wobei ein Abschluss kurz vor den Nationalratswahlen am kommenden Sonntag ohnehin als eher unwahrscheinlich gilt. Rainer Wimmer, Chefverhandler der Produktionsgewerkschaft Pro-Ge, erinnerte vor Verhandlungsstart in der Wirtschaftskammer noch einmal an die vollen Auftragsbücher der Metallindustrie, das müsse sich auch in einem „fairen und guten“ Angebot widerspiegeln. „Wir stehen dann auf, wenn das Ergebnis stimmt“, so Wimmer zu Verhandlungsbeginn.

Christian Knill, Obmann der Metalltechnischen Industrie, erneuerte seine Hoffnung heuer ausnahmsweise ohne nächtelangem Feilschen auszukommen, an einen Abschluss heute glaubt aber auch er „eher weniger“. Zweifeln lässt ihn die Forderung von 4 Prozent Lohnzuwachs, die „unvernünftig hoch“ sei. Außerdem wolle er nicht nur über Prozente, sondern auch über ein ganzes Bündel an Rahmenbedingungen reden. „Die geplante Angleichung von Arbeitern und Angestellten hat auch Auswirkungen auf die Kollektivvertragsverhandlungen“, so Knill.

Im Vorjahr einigten sich die Sozialpartner auf eine KV-Erhöhung von 1,68 Prozent - bei einer Jahresinflationsrate von 0,8 Prozent. Heuer liegt diese bei 1,8 Prozent.




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